11.12.2010 - Verstopfter Bachdurchlass sorgte für Überflutungen in Stöckheim
Wasser lief über Felder auf Straße und drohte in Häuser zu fließen. Feuerwehr gelang es nach zwei Stunden den Durchfluss zu öffnen.
Am späten Samstagnachmittag meldeten Anwohner der Trakehnerstraße in Stöckheim ansteigende Überflutungen ihrer Wohnstraße. Beim Eintreffen des zuständigen Einsatzleitdienstes der Feuerwache-Süd war eine deutliche Überflutung mit Wasser, das von einem angrenzenden Feld auf die Straße strömte, sichtbar. Die Kanalisation der Straße hatte offenbar große Probleme die Wassermengen aufzunehmen, so dass der Wasserstand anstieg und in einige angrenzende Wohnhäuser zu fließen drohte. Bei der weiteren Erkundung stellte sich heraus, dass ein Bachdurchlass, der unter der Straße entlangführte im Bereich des Einlasses verstopft war und das Wasser sich nun den Weg über mehrere Felder zur Straße suchte.
Da eine deutliche Gefährdung für die angrenzenden Häuser erkennbar war, wurden umgehend weitere Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und die Ortsfeuerwehr Stöckheim alarmiert.
Sofort versuchten mehrere speziell ausgerüstete Feuerwehrmänner den verstopften ca. 3m tiefen Durchlass von den Verstopfungen zu befreien. Parallel wurden mehrere Schachtdeckel im Straßenbereich geöffnet, um die Abflussmenge an der Überflutungsstelle zu vergrößern. Da trotz dieser Maßnahmen der Wasserpegel bedrohlich anstieg, wurden Sandsäcke, spezielle Hochleistungspumpen und die Braunschweiger Stadtentwässerung mit einem speziellen Pumpfahrzeug angefordert, um die angrenzenden Grundstücke zu schützen.
Nach ca. 2 Stunden gelang es im zwischenzeitig an der Durchlassstelle ca. 3m tiefen Wasser die Verstopfung zu beseitigen, so dass nach kurzer Zeit der Pegel zu sinken begann. Die zur Sicherheit angeforderten Sandsäcke und Pumpen brauchten dadurch glücklicherweise nicht eingesetzt werden.
Als Ursache der Verstopfung stellten sich Abfall und Grünschnitt heraus, der das Absperrgitter verstopft hatte.
Einsatzleiter Frank Hermanns: Bedingt durch die sehr niedrigen Wassertemperaturen und dem starken Sog beim Beseitigen der Verstopfung stellte dieser Einsatz für die eingesetzten Einsatzkräfte von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr eine erhebliche Gefahr und eine Belastung dar.