13.09.2010 - Rauchmelder rettet Schwangere vor möglichen Tod durch Rauch und Feuer

Am Montagabend wurde eine schwangere Frau durch den Rauchwarnmelder in ihrem Schlafzimmer rechtzeitig vor einem Brand in der Wohnung gewarnt.

Nach bisherigen Erkenntnissen muss direkt neben dem Bett zum Brandausbruch gekommen sein. Dies blieb von der schlafenden Frau solange unbemerkt, bis der in ihrem Schlafzimmer installierte Rauchwarnmelder durch sein schrilles Piepen vor dem Feuer warnte. Nahezu unverletzt rettete sich die junge Frau, sie erlitt leichte Verbrennung an einer Hand, ins Freie. Dabei handelt sie in vorbildhafter Weise, indem sie die Tür zum betroffenen Zimmer schloss, sodass das Feuer auf diesen Raum begrenzt blieb. Mit ihrem Mann, ihrer Mutter sowie ihren beiden Kindern verließ sie rasch das Haus und warnte die übrigen Bewohner.

Mehrere Notrufe gingen bei der Leitstelle der Feuerwehr ein. Diese alarmierte umgehend den Löschzug der Feuerwache Süd, weitere Einheiten der Hauptfeuerwache sowie den Rettungsdienst einschließlich Notarzt zur Einsatzstelle.

Als die ersten Kräfte nur wenige Minuten später am Einsatzort eintrafen, schlugen bereits die Flammen aus dem Fenster im ersten Obergeschoss. Da zunächst widersprüchliche Aussagen über Personen, die sich noch in der Wohnung aufhalten sollen, aufkamen, setzte die Feuerwehr mehrere Trupps mit Atemschutzgeräten parallel zur Brandbekämpfung und Personensuche unter Zuhilfenahme einer Wärmebildkamera ein. Nach wenigen Minuten konnte festgestellt werden, dass sich niemand mehr in der Wohnung befand.

Mit Unterstützung eines dort anwesenden Dolmetschers konnten die sehr zahlreich anwesenden und teilweise sehr aufgebrachten Anwohner beruhigt werden.

Im Laufe dieses Einsatzes wurden zwei Personen vom Rettungsdienst betreut. Die schwangere Frau wurde vorsorglich zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht.

Das Feuer konnte innerhalb weniger Minuten von der Feuerwehr gelöscht werden. Durch Einsatz eines Hochleistungslüfters war auch kurze Zeit später die Wohnung vom Rauch befreit. Dennoch entstand nach ersten Schätzungen ein Schaden von über 10.000€.

Die Kriminalpolizei ermittelt derzeit die genauen Umstände des Brandausbruchs.

Hinweis:

Erfreulicherweise konnte die Feuerwehr Braunschweig bereits einige Wohnungsbaugenossenschaften und etliche Bürgerinnen und Bürger im Rahmen mehrerer Informationsveranstaltungen (z.B. dem jährlichen Rauchmeldertag am Freitag, den 13.) über den großen Nutzen von Rauchmeldern überzeugen.

Auch in diesem Fall, der glücklicherweise „glimpflich“ ausging, haben Rauchmelder in der Wohnung zur rechtzeitigen Warnung der Bewohner beigetragen, wodurch sie nahezu unverletzt und gefahrlos aus der Wohnung fliehen konnten.

Rauchmelder warnen bereits zu einem frühen Zeitpunkt, wenn tödliche Brandgase, wie Kohlenmonoxid, noch nicht in lebensgefährlicher Konzentration vorhanden sind.

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