01.01.2010 - Unruhige Silvesternacht für Feuerwehr und Rettungsdienst
Schnee sorgt für deutlich weniger Brände als in den Vorjahren.
Der anhaltende Schnellfall und die frostige Temperaturen haben für deutlich weniger Brände als in Vorjahren gesorgt. Durch die Schneedecke waren vor allem Hecken und Sträucher abgedeckt und konnten somit nicht durch Böller und fehlgeleitete Raketen entzündet werden.
Dieser Schneeschutz hat bei zahlreichen Müllbehältern und Containern nicht geholfen. Im Stadtgebiet kam es in der gesamten Nacht immer wieder zu Bränden von Müllcontainern, die größtenteils von der zuständigen Ortsfeuerwehr allein abgearbeitet wurden.
Zu einer Fehlalarmierung kam es in der Stadthalle. Hier hatten die DJs die Tanzflächen so mit Diskonebel vernebelt, dass die Brandmeldeanlage diesen für Brandrauch gehalten hat und die Feuerwehr automatisch alarmiert wurde. Da die Veranstaltung jedoch durch eine Brandsicherheitswache bestehend aus drei Mitarbeitern der Feuerwehr Braunschweig abgesichert wurde, konnte der Bereich schnell kontrolliert und der Irrtum bemerkt werden. Die Gäste dürften von diesem Feueralarm kaum etwas mitbekommen haben und konnten weiter feiern, allerdings mit etwas weniger Diskonebel.
Kurz nach dem Jahreswechsel wurde die Feuerwehr von Bewohnern in die Straße „Hinter der Masch“ alarmiert. Als der Löschzug der Hauptwache vier Minuten nach Alarmierung eintraf war ein deutlicher Feuerschein im Bereich einer Dachgaube zu sehen. Sofort wurde das Feuer von innen mit einem Trupp unter Atemschutz und von außen über eine Drehleiter bekämpft.
„Durch das schnelle Eintreffen der Feuerwehr konnte eine Brandausbreitung auf den kompletten Dachstuhl verhindert werden“ sagt der Einsatzleiter Torge Malchau
Nach ersten Schätzungen entstand an dem Dachstuhl und einer Wohnung ein Sachschaden von einigen zehntausend Euro.
„Der Brand wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit durch eine Silvesterrakete verursacht, die bei den Löscharbeiten unter den Dachpfannen gefunden wurde. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.“ so Malchau weiter.
In Rautheim kam es in der Straße „Zum Heseberg“ um ca. 0:45 Uhr zu einem Brand auf einem Balkon im 2. Obergeschoss. Die Ortsfeuerwehr Rautheim und der Löschzug der Südwache der Berufsfeuerwehr konnten den Brand schnell unter Kontrolle bringen und ein Übergreifen auf die Wohnung verhindern. Durch die Hitze ist die komplette Balkonverkleidung geschmolzen. Der Sachschaden beträgt auch hier mehrere tausend Euro. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlung zur Brandursache aufgenommen.
Auch der Rettungsdienst Braunschweig hatte viel zu tun. Trotz der drei zusätzlich besetzten Rettungswagen mussten die geplanten Schichtzeiten der Rettungswagen mussten teilweise um mehrere Stunden verlängert werden, um die zahlreichen größeren und kleineren Notfälle zeitnah versorgen zu können.
Die leider für die Silvesternacht üblichen Augen- und Handverletzungen waren auch in dieser Nacht wieder zu beklagen hinzu kamen einige Stürze auf den schneebedeckten Straßen. Der Großteil der Einsätze ist jedoch auf übermäßigen Alkoholkonsum und dessen Auswirkungen zurückzuführen.
Als Gesamtfazit sagt der Direktionsdienst Torge Malchau. „Eine unruhige aber für Silvesterverhältnisse normale Nachtschicht.“
Die Silvesternacht in Zahlen:
Einsätze Feuerwehr Braunschweig (zwischen 16:00Uhr und 07:00Uhr):
- 16 Brandeinsätze
- 12 Hilfeleistungseinsätze
Einsätze Rettungsdienst Braunschweig (zwischen 16:00Uhr und 07:00Uhr):
- 94 Notfallrettungen und Krankentransporte