30.05.2010 - Schwerer Verkehrsunfall auf der B1
Am Sonntagmorgen wurde die Integrierte Regionalleitstelle um 4:33 Uhr von einem Anrufer über einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße B1 informiert. Ein Taxi war aus Richtung Braunschweig kommend zwischen Lehndorf und dem Raffteichbad ins Schleudern geraten, gegen einen Baum geprallt und hatte sich mehrfach überschlagen. Laut Anrufer sollte das Fahrzeug brennen und Personen darin eingeschlossen sein.
Auf diese Meldung hin wurden der Rüstzug der Berufsfeuerwehr und die Ortsfeuerwehr Lehndorf sowie umfänglich Rettungswagen und Notärzte alarmiert.
Bei dem Eintreffen der Einsatzkräfte waren die zwei Insassen des Taxis bereits von Ersthelfern aus dem Fahrzeug befreit worden und wurden durch diese erstversorgt.
Für Unklarheiten sorgten die widersprüchlichen Aussagen des Taxifahrers und des Fahrgastes über die Anzahl der Personen im Fahrzeug. Während der schwerverletzte Taxifahrer von zwei Fahrgästen sprach, war der leichtverletzte Fahrgast sich sicher, das Taxi
alleine genommen zu haben. Zur Sicherheit wurde die Umgebung der Unfallstelle mit Wärmebildkameras abgesucht. Auch die Sitze wurden mit einer Wärmebildkamera betrachtet, da bereits leichte Temperaturunterschiede durch die noch gespeicherte
Körperwärme sichtbar gemacht werden können. Durch dieses Verfahren konnte festgestellt werden, dass nur zwei Personen in dem Taxi gesessen haben.
Eine weitere Person, die nicht im Taxi gesessen hat, wurde ebenfalls schwer verletzt. Nach ersten Erkenntnissen war diese Person als Fußgänger in den Unfall verwickelt.Insgesamt wurden drei verletzte Personen vom Rettungsdienst notfallmedizinisch versorgt und zur weiteren Behandlung in verschiedene Häuser des Städtischen Klinikums eingeliefert worden.
An dem Taxi entstand Totalschaden. Mindestens ein Baum wurde bei dem Unfall ebenfalls erheblich beschädigt. Die B1 musste für die Rettungs- und Aufräumarbeiten eine Stunde voll gesperrt werden. Aufgrund der frühen Morgenstunden kam es zu keinen größeren Verkehrsbehinderungen.
Ein weiterer Unfall mit zwei Patienten auf der A2 und zusätzliche internistische Notfälle stellten für einen Sonntagmorgen eine außergewöhnliche Belastung des Rettungsdienstes dar.