21.06.2005 - Großbrand in einem Chemiebetrieb an der Porschestraße

Ein Großbrand in einem Chemiebetrieb mit Schwimmbadchemikalien und einer Edelbeizanlage (zur Reinigung von Edelstahl) hält seit dem frühen Morgen die Einsatzkräfte der Feuerwehr Braunschweig im Atem.

Um 08:34 Uhr wurde der Integrierten Leitstelle der Feuerwehr eine Explosion in einem Chemiebetrieb an der Porschestraße gemeldet.
Die Feuerwehr alarmierte daraufhin den Gefahrstoffzug und den Löschzug Süd der Berufsfeuerwehr, sowie die Ortsfeuerwehren Rühme, Thune und den ABC-Zuge der Freiwilligen Feuerwehr.
Den kurze Zeit später eintreffenden Rettungskräften bot sich folgendes Bild: Bei der Mischung von Chemikalien zur Entfettung für Metallteile war es aus ungeklärter Ursache zu einer Explosion gekommen. Das Feuer griff sofort auf eine große Halle über. Ein Mitarbeiter zog sich dabei Verbrennungen an 60 % der Körperoberfläche zu. Die Verbrennungen sind 2- bis 3-gradig, wobei auch eine Atemwegsinhalation bis zum Kehlkopf vorlag. Der Mitarbeiter wurde mit dem Rettungshubschrauber Christoph 4 aus Hannover in das Schwerbrandverletztenzentrum nach Halle/Saale geflogen.

Auf dem ca. 1.500 m² großen Gelände werden verschieden Schwimmbadchemikalien, Säuren und Beizen zur Metallveredelung gelagert.
Durch eine im Produktionsbetrieb befindliche Edelstahlbeizanlage werden zur Zeit noch nitrose Gase entwickelt. Spezialisten der Berufsfeuerwehr Braunschweig versuchen zur Zeit unter Chemieschutzanzügen den Produktionsprozeß zu unterbrechen, indem die Metallteile aus dem Mischsäurebecken gebogen werden.

Die Bevölkerung im Schadensgebiet wird aufgefordert, die Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Lüftungsanlagen sind abzuschalten.
Durch den ABC-Zug, die Werkfeuerwehr des VW-Werks Braunschweig und die Polizei werden zur Zeit ständig Luftmessungen durchgeführt.

Ansprechpartner: Branddirektor Karsten Göwecke.

Luftbild: RTH Chr. 4, Hannover
Foto: NonstopNews, Studio BS

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