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Südstadt

Wappen des Stadtteils Südstadt

Die "Südstadt", ursprünglich "Südstadtsiedlung Mascheroder Holz", entstand als eine der im 3. Reich errichteten Siedlungen in den Jahren 1936 – 1939.

1936 für ca. 3000 Einwohner geplant, fand 1938 aus Kostengründen eine Erweiterung im nördlichen Teil der Siedlung statt.

In Zusammenarbeit mit der Stadt Braunschweig lag die Planung bei der Deutschen Arbeitsfront (DAF).

Mit dem Bau der Siedlungen sollte nicht nur die bestehende Wohnungsnot behoben werden, gleichzeitig sollten hiermit auch die Arbeitslosen wieder in den Arbeitsprozess eingegliedert werden. Ferner versprach man sich mit dem Ankurbeln der Bauwirtschaft – als Schlüsselindustrie – eine positive Auswirkung auf andere Industriezweige.

Im Mittelpunkt der Siedlung steht das von der Deutschen Arbeitsfront (DAF) für die NSDAP gebaute Gemeinschaftshaus. Das Gebäude ist mit der Platzanlage und der im Winkel angeordneten Zeilenbebauung Baudenkmal nach den Vorschriften des Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes. Aus heutiger Sicht tritt zum Erhaltungsinteresse an einem Dokument einer beschlossenen Geschichtsepoche ein mahnender Gedanke hinzu, ein Erinnern an das totalitär herrschende "Dritte Reich".

Die Bauarbeiten für die Schule begannen im Dezember 1936, für die Turnhalle am 18. Juni 1937. Die Schule hatte 8 Klassenräume, einen Zeichen-, einen Näh-, und einen Physikraum. Im Keller befanden sich neben der Lehrküche noch zwei Werkräume. Der erste Unterricht in der "Volksschule Südstadtsiedlung Mascheroder Holz" war am 7. Mai 1938. Die Wiederherstellung der im Krieg stark beschädigten Schule und Umbauten führten zu einer Verbesserung der bestehenden Raumnot.

In den Jahren 1952/1953 entstand auf einer Fläche von 11 Morgen der "Hermann-Löns-Park", die "grüne Lunge" der Südstadt.

Mehrere Luftangriffe im zweiten Weltkrieg zerstörten 34 Häuser. 25 Menschen fanden hier bei den Tod.

Nach dem Krieg erfolgten die Bebauung der noch vorhandenen Baulücken und die Erweiterung in einigen Bereichen.

Die Südstadt hat auf eine Fläche von 184 ha ca. 3000 Einwohner

 

Verfasser des Textes: Wilhelm Lehmann

 

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