Von der Großstadt mit mehr als 100.000 Einwohnern...
Es bietet sich nun an, mit der Geschichte des Amtes seit 1905 die Ergebnisse eines seiner wichtigsten Aufgabenbereiche nämlich der Bevölkerungsstatistik auch die Entwicklung der Stadt anhand ihrer Einwohnerzahlen zu verfolgen. Im Jahre 1905, dem Entstehungsjahr der Städtischen Statistischen Stelle, hatte Braunschweig aufgrund des damaligen Volkszählungsergebnisses eine ortsanwesende Bevölkerungszahl von 136.397. Großstadt war Braunschweig bereits im Jahr 1890 geworden, als die Einwohnerzahl die 100.000er Grenze überstieg. Von 1905 bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges im Jahr 1914 nahm die Einwohnerzahl kontinuierlich auf 147.380 (am 2. Oktober) zu.
Infolge der Kriegsereignisse sank die Bevölkerung bis zum Jahr 1918, dem letzten Kriegsjahr, drastisch um rund 20.000 Einwohner auf 127.548. Danach erholte sie sich relativ rasch und bereits im Jahr 1920 waren wieder rd. 144.000 Einwohner erreicht. In den darauf folgenden Jahren der Inflation und der Weltwirtschaftskrise stagnierte die Braunschweiger Bevölkerungszahl. Erst gegen Ende dieses Zeitraumes war wieder ein Bevölkerungswachstum zu verzeichnen, so dass 1929 die Bevölkerung erstmalig 150.000 überschritt und im Zeitraum der relativen Prosperität bis zum Beginn des 2. Weltkrieges dann aber sehr deutlich anstieg. So wurde 1935, nach einigen Eingemeindungen, bereits eine mittlere Jahresbevölkerung von 168.232 festgestellt, und die Volkszählung von 1939 ergab für Braunschweig 196.068 Einwohner.