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Notenausgaben und Literatur

Neu erschienen

SPOHR JAHRBUCH | 1. Jahrgang 2017

Cover Spohr Jahrbuch 2017
Cover Spohr Jahrbuch 2017

Herausgegeben vom Louis Spohr Musikzentrum Braunschweig

Weidler Buchverlag Berlin, 109 Seiten, 27 Abb., € 26,00
ISBN 978-3-89693-687-5 – ISSN 2567-5591

Louis Spohr, der zeitlebens als Geiger, Komponist, Dirigent und Pädagoge hochangesehene Frühromantiker, der sich stets auf seine barocken und klassischen Idole berief, wird von sechs Autoren aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Die Texte befassen sich mit Albumblättern für Spohr, Spohrs Opern, seinem Verhältnis zu Beethoven, dem kompositorischen Ideenmanagement seiner Zeit und dem Stand der Spohr-Briefedition. Drei Rezensionen zu neu erschienen Fachpublikationen über Spohrs groß besetzte Kammermusik und Symphonik ergänzen den Band sowie eine umfassende Spohr-Bibliografie der Jahre 2000 bis 2016.

Mit Beiträgen von

HANNS-WERNER HEISTER, SUSAN OWEN-LEINERT / MICHAEL LEINERT, JULIA RONGE, HANS KRAUSS und KARL TRAUGOTT GOLDBACH.

Hanns-Werner Heister/Hanjo Polk (Hrsg.): Bewegtes und Bewegendes

Cover Musik / Gesellschaft / Geschichte 7
Cover Musik / Gesellschaft / Geschichte 7

Der Motiv-Begriff in Künsten und Wissenschaften
(Musik/Gesellschaft/Geschichte, Bd. 7)

Weidler Buchverlag Berlin, 422 Seiten, 22 x 15 cm, 139 Abb., Kt., EUR 64,00
ISBN 978-3-89693-688-2

‚Motiv‘ ist als Sachverhalt wie als Begriff für Musik wesentlich, und motivisch-thematische Arbeit ist ein entscheidendes Movens europäischer Musik bis in die Neue Musik des 20. Jahrhunderts hinein und noch darüber hinaus. Der Sammelband fächert ansatzweise auf, was ‚Motiv‘ im Kontext Musik wie auch in anderen Künsten bedeutet – und weiter in Wissenschaft und im Gesellschaftlichen. Ein interdisziplinärer Schwerpunkt liegt dabei auf Beziehungen zur Psychologie, nicht zuletzt über den psychologisch-pädagogischen Begriff der ‚Motivation‘. Das tertium comparationis, das Gemeinsame ist ‚Bewegung‘,sowohl als Bewegendes wie als Bewegtes. Bei den Künsten steht Musik im Mittelpunkt. Aber kommen auch andere Künste wie Literatur, Bildende Kunst, Gartenkunst und Tanzkunst kommen zur Sprache.

Mit Beiträgen von

Hanns-Werner Heister, Wilhelm F. Preuss, Doris Behrens, Lisa Rosa, Barbara Stiller, Hartmut, Hanjo Polk, Frank Böhme, Hanns-Werner Heister, Wieland Reich, Tina Vogel, Christoph Wünsch, Stefan Litwin, Angela Beuerle, Bernhard Rusam, Hans Krauss, Leon Stefanija, Maren Köster, Matej Santi, Marion Kant, Friedrich Ludwig Jahns, Nele Lipp, Eva Behr, Anabella Weismann, Ursula Kellner, Ina Jessen, Susanne Weiß, Beatrice Nickel, Rudolf Behrens, Hilmar K. Heister, Wolf-Dieter Gudopp-von Behm, Friedrich Tomberg

Wackerbauer, Michael: Sextett, Doppelquartett und Oktett.

Cover Sextett, Doppelquartett, Oktett
Cover Sextett, Doppelquartett, Oktett

Studien zur groß besetzten Kammermusik für Streicher im 19. Jh.

Dr. Hans Schneider Verlag
ISBN 978-3-7952-1121-9

Mendelssohns Oktett dient als Ausgangspunkt für Teil des Buches, in dem die Entwicklung der groß besetzten Kammermusik in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zusammengefasst wird. Hierbei versucht Wackerbauer biographische Verbindungslinien zwischen den Komponisten von Sextetten und Oktetten zu ziehen. Es lassen sich Traditionslinien von Leipzig nach Kopenhagen und St. Petersburg ziehen, in deren Umfeld ein Großteil der Sextette und Oktette in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden. Als zweites Schlüsselwerk stellt Wackerbauer das Sextett von Spohr heraus, da viele von Spohrs Schülern oder Kollegen aus seinem Kasseler Umfeld ebenfalls groß besetzte Kammermusikwerke komponierten. Auch Brahms Sextette schreibt er dem Einfluss Spohrs zu.

Ruth Heidemeyer: Konzepte romantischer Symphonik.

Studien zu Louis Spohrs symphonischem Werk

Hainholz Verlag, 608 Seiten, zahlr. Tabellen, Übersichten und Notenbsp., € 75,00
ISBN 393262291X | EAN 9783932622915

Koch, David: Louis Spohrs groß besetzte Kammermusik.

Cover groß besetzte Kammermusik
Cover groß besetzte Kammermusik

Ein Beitrag zur Gattungsentwicklung in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Bärenreiter Verlag, 286 Seiten, € 39,95
ISBN 9783761824153

Beschlagen in allen musikalischen Gattungen seiner Zeit hat Louis Spohr auch ungewöhnliche Genres bedient und diese bisweilen sogar neu geschaffen. Beispielhaft dafür steht seine groß besetzte, also über die Standardbesetzungen hinausgehende Kammermusik. Sieben Streichquintette, ein Streichsextett, vier Doppelquartette, ein Oktett, ein Nonett, zwei Klavierquintette und ein Klavierseptett dokumentieren Spohrs innovative Produktivität.
David Koch geht in seinen Untersuchungen zu diesem Repertoire auf die kompositorischen Erfindungen als solche ein und beleuchtet eingehend die biografischen, institutionellen und gattungsgeschichtlichen Rahmenbedingungen.

Heister, Hanns-Werner (Hrsg.): Schichten, Geschichte, System.

Cover SGS6
Cover SGS6

Geologische Metaphern und Denkformen in den Kunstwissenschaften (Zwischen/Töne. Neue Folge, Band 6)

Weidler Buchverlag 2016, 476 Seiten, 149 Abb., 22 x 15 cm, Kt., € 66,00
ISBN 978-3-89693-660-8

In diesem Buch dienen Metaphern, Begriffe und Denkformen aus der Geologie als Leitfaden, um Gegenstände, Themen und Motive aus dem Bereich der Künste unter neuen Blickwinkeln zu analysieren. „Exploriert“ werden verschiedene „Schichten“ von der Oberfläche bis in die Tiefe. Wie die Erde unterliegen die Künste (Ver-)Wandlungen durch Umschichtungen und „Verwerfungen“ von Gefügen usw. In der „Fazies“, in „Einschlüssen“ und „Palimpsesten“ wird Vergangenes gegenwärtig. Generell bilden sich Zeit und Geschichte als Lagerung im Raum ab. „Metamorphose“ als Auf- und Abbau von Gestalten heißt geologisch unter anderem Verwitterung und Erosion und im Gegenzug Neuaufbau durch Sedimentation, durch Ablagerung von Material oder Neugestaltung durch Faltung. Prozesse wie „Kristallisation“ erzeugen vielfältige Gebilde, ausgehend von Fremd-körpern als Ausgangspunkt, wie sich in Musik Motive und Themen herausbilden. Die methodische Aneignung des wissenschaftlich und sachlich Entfernten ist produktiv und regt an zum Nach- wie zum Neudenken. Sichtbar wird so etwas mehr vom universellen Zusammenhang der Welt von Physik bis Philosophie, von vulkanischen bis zu gesellschaftlichen Eruptionen. Das Buch macht innerkünstlerische Prozesse ebenso wie den Geschichtsverlauf in seiner Dialektik von Katastrophen, die Brüche setzen und zu Neuanfängen nötigen einerseits und andrerseits Kontinuitäten als Fortsetzung von Vorhandenem intensiver begreifbar.

Mit Beiträgen von

HANJO POLK, TINA FRÜHAUF, TINA VOGEL, HILMAR HEISTER, DIRK FREDERIK KLAWITTER BRASIL, ROBERTO CALABRETTO, STANISLAV TUKSAR, MARCO ALUNNO, URSULA KELLNER, GEORG BORCHARDT, KLAUS ERICH VÖLGE, HANS KRAUSS, LUTZ WINCKLER, HALVOR GOTSCH, ANGELA BEUERLE, VJERA KATALINIĆ, SUSANNE WEIß, ANABELLA WEISMANN, BEATRICE NICKEL, MATHIAS NAGEL, BERNHARD RUSAM, FRANK BÖHME, NELE LIPP, FRIEDRICH TOMBERG

»Musik und Politik«

Titel
Titel

Politische Einflüsse auf Musikerbiografien und kompositorisches Schaffen von 1784 bis heute

Merseburger Verlag 2015, 192 Seiten mit zahlreichen Abb., gebunden € 19,90 
ISBN 978-3-87537-358-5

mit Beiträgen von Hendrik Bartels, Karl Traugott Goldbach, Alexander Gurdon, Stefan Hanheide, Hanns-Werner Heister, Dominik Höink und Volker Timmermann

Das von Hans Krauss redigierte Buch Musik und Politik bietet eine attraktive Mischung von Historischem und Aktuellem zwischen Mozart und Metal – Heavy und Black: Misanthropie und Ideologie oder: Misanthropie und Ideologie oder: Warum fällt rechtsextremes Gedankengut im Black Metal auf fruchtbaren Boden? (Hendrik Bartels). Die Rezeption der Jessonda im Nationalsozialismus (Karl Traugott Goldbach); Mozart, Spohr, Musik-Fest. Zur politischen Dimension der Musik (Hanns-Werner Heister).

Das Symposion Musik und Politik 2014 in Braunschweig bildet die Grundlage des Buchs. 100 Jahre nach Beginn des 1. Weltkriegs lag es nahe, dass gleich zwei Beiträge sich mit dieser das Jahrhundert mitprägenden globalen Katastrophe im Zusammenhang mit Musik und Musikkultur befassen: Die Wiener Schule und der Erste Weltkrieg (Stefan Hanheide), die unterschiedliche Haltungen hat, sowie Krieg und Religion im Medium der Musik: Deutsche Oratorien im Ersten Weltkrieg (Dominik Höink). Zeitlich schließt Alexander Gurdon an mit Oskar Fried – ein Dirigent der Arbeitermassen und Komponist der „deutschen Marseillaise”. Wie Spohr selbst wurde auch sein Umfeld von gesellschaftlichen Umwälzungen mitgeprägt. Eine solche zeitgeschichtliche Einbettung zeigt Volker Timmermanns Beitrag „Sie könnte ebensogut auf einem Spinnfaden geigen.“ Die Spohr-Schülerin Elisabeth Filipowicz. Karriere als Folge von Emigration.

Hanns-Werner Heister

Die Oratorien Louis Spohrs

Titel
Titel

Interdisziplinäre Forschungsbeiträge zu den vier Oratorien Louis Spohrs

Verlagsgruppe Vandenhoeck & Ruprecht, V&R unipress, 425 Seiten mit zahlreichen Abb., gebunden € 54,99 D / € 56,20 A
ISBN 978-3-8471-0416-2

Sämtliche Gattungsbeiträge Spohrs werden hinsichtlich ihrer Entstehungshintergründe, der Textgrundlage sowie der Musik untersucht. Beiträge zu weiteren Kontexten der Oratorientheorie, -pflege und -publikation in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ergänzen diese werkbezogenen Studien. Der Band bietet so einen tiefergehenden Einblick in das Oratorienschaffen Spohrs und die Verbindung der Werke zu zeitgenössischen Strömungen in Politik, Theologie und Literatur.

Der Herausgeber
Dr. Dominik Höink leitet das musikwissenschaftliche Forschungsprojekt »Politisch-nationale Stoffe und geistlich- religiöse Form: Das Oratorium vom 18. bis 20. Jahrhundert« im Exzellenzcluster »Religion und Politik« an der Universität Münster.

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