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23.11.2008 - Arbeitsreicher Sonntag für die Feuerwehr

Straßenbahn entgleiste in der Innenstadt – 200m² Keller bei Forschungseinrichtung bis zu 1.5m hoch überflutet – Wohnungsbrand in Dibbesdorf von beherzten Nachbarn verhindert.

Ca. vier Stunden benötigten Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Braunschweiger Verkehrs-AG am Sonntagmorgen um 09:35 Uhr, um eine entgleiste Straßenbahn im Kreuzungsbereich Stobenstrasse Waisenhausdamm wieder einzugleisen. Aus bisher nicht geklärten Gründen war ein kompletter vom Kennedyplatz in Richtung Schloss fahrender Straßenbahnzug entgleist und blockierte die gesamte Kreuzung. Die 20 Insassen des Zuges blieben dabei unverletzt.
Die Bergung der entgleisten Bahn gestaltete sich schwierig, da der Zug auf der gesamten Länge aus den Schienen gesprungen war. Mit zwei Seilwinden des Feuerwehrkranes und eines Rüstwagens der Feuerwehr wurde die entgleiste Bahn in die Gleise zurückgezogen. Dabei unterstützten die Mitarbeiter der VerkehrsAG.
An der Straßenbahn entstand hoher Sachschaden, der erst nach genaueren Untersuchungen im Straßenbahndepot genau beziffert werden kann.

Bis zu 1,50 m hoch stand das Wasser im Keller einer Forschungseinrichtung, als ein technischer Mitarbeiter am Sonntagmorgen gegen 10:30 Uhr einen Kontrollgang im Gebäude durchführte. Nach einer Fehlfunktion in einer Kühlanlage waren große Mengen Trinkwasser in die Kellerräume geströmt. Insgesamt drei größere Räume mit technischen Anlagen waren auf ca. 200m² überflutet. Die Berufsfeuerwehr setzte gemeinsam mit der Ortsfeuerwehr Querum drei große Pumpen ein, um den Schaden zu begrenzen. Nach ca. 3,5 Stunden war der Einsatz beendet. Die Höhe des Sachschadens ist derzeit noch nicht abschätzbar.

Um ca. 17:00 Uhr rückten der Löschzug der Hauptfeuerwache mit der Ortsfeuerwehr Dibbesdorf zu einem Brand in einem Reihenhaus in Dibbesdorf aus. Dort hatten Nachbarn Flammen durch die Terrassentür erkannt. Noch während der Anfahrt der Feuerwehr gelang es einem Nachbarn, in die Wohnung einzudringen und den Entstehungsbrand mit einem Feuerlöscher zu ersticken, sodass durch die Einsatzkräfte nur Nachlöscharbeiten, Belüftungs- und Kontrollmaßnahmen durchgeführt werden mussten.
Gebrannt hatte Scheitholz, das sich an einem brennenden Kaminofen durch Wärmestau entzündet hatte.
Durch das frühzeitige Eingreifen des Nachbarn entstand glücklicherweise nur geringer Sachschaden. Der beherzte Nachbar wurde zur Sicherheit vom Rettungsdienst untersucht, da er etwas Rauch eingeatmet hatte.