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09.07.2008 - Drei unterschiedliche Hilfeleistungseinsätze

Unfall mit eingeklemmter Person

Um 8:43 Uhr wurde die Regionalleitstelle der Feuerwehr von der Polizei über einen Unfall in Volkmarode informiert.
Vor Ort bot sich den Einsatzkräften folgendes Bild: Durch den Aufprall eines Geländewagens war die Fahrertür eines älteren Golfs in den Fahrzeuginnenraum gedrückt worden. Der Fahrer war eingeklemmt und schwer verletzt. Er wurde sofort umfangreich notfallmedizinisch versorgt. Seine Befreiung dauerte ca. 20 Minuten, da die Fahrertür und das Fahrzeugdach mit schwerem hydraulischem Rettungsgerät entfernt werden mussten.
Der aus dem Seikenkamp kommende Golf hatte die Vorfahrt an der Kreuzung Schapenstraße missachtet und war von dem Geländewagen nahezu ungebremst gerammt worden. Dessen Fahrer blieb bis auf Prellungen unverletzt und konnte später die Heimfahrt mit seinem aus Bundeswehrbeständen stammenden Wagen selbstständig antreten.

Polizei lässt beschlagnahmte Chemikalien von Feuerwehr untersuchen

Gegen 12:30 Uhr wurde der Inspektionsdienst der Berufsfeuerwehr zu einer Lageerkundung zur Polizei in die Friedrich-Voigtländer Straße gerufen. Bei einer Wohnungsdurchsuchung hatten die Polizeibeamten größere Mengen an Chemikalien sichergestellt. Die Feuerwehr sollte nun klären, ob von diesen Substanzen eine Gefahr ausgeht.
Nach kurzer Untersuchung aller Gebinde durch den Einsatzleiter konnte Entwarnung gegeben werden: Keine der Substanzen war sehr giftig oder explosionsgefährlich. Sämtliche Flaschen, Dosen und Beutel waren dicht und unbeschädigt. Sie konnten daher bis zur Klärung des Sachverhaltes bei der Polizei verbleiben.

Pferd aus Graben gerettet

Gegen 14:00 Uhr rief eine sehr aufgeregte Pferdebesitzerin die Regionalleitstelle der Feuerwehr an. Sie meldete, dass ihr Pferd zwischen Dibbesdorf und Hondelage in einen Graben gestürzt sei und mit eigener Kraft nicht mehr auf die Beine käme. Die vor Ort eingetroffenen Kräfte der Berufsfeuerwehr und der Ortsfeuerwehr Hondelage fanden die 20 jährige Stute verängstigt aber unverletzt im Graben liegend. Um das Pferd möglichst schonend wieder aufzurichten wurden zunächst zwei breite Feuerwehrschläuche unter dem Pferd hindurchgezogen und diese an der Ladegabel eines vor Ort befindlichen Traktors befestigt. Be-reits nach leichtem Anheben durch den Trecker kam die Stute wieder auf die Beine. Nun hatte sie es so eilig, dass den Helfern kaum Zeit blieb die Schläuche unter ihren Hufen fortzuziehen und einen erneuten Sturz in den Graben zu verhindern. Sofort lösten die Einsatzkräfte die Schläuche vom Trecker und „Jana“ (so der Name der Stute) sprang wieder auf festen Untergrund.

 

 

Vorsichtig werden die Schläuche um das Pferd gelegt© Stadt Braunschweig, Fachbereich Feuerwehr