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09.12.2007 - Wohnungsbrand - 2 Bewohner gerettet

Am Sonntagmorgen kam es in der Bertramstraße zu einem Wohnungsbrand im 3. Obergeschoss eines Wohnhauses. 2 Hausbewohner mussten mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Die Wohnung brannte im Wesentlichen aus.
U
m 08:24 rückte der Löschzug Süd zur Bertramstraße aus. Beim Eintreffen schlugen aus zwei Fenstern des 2. Obergeschosses lange Flammen. Der Bewohner der betroffenen Wohnung befand sich bereits
an der Haustür und wurde von Rettungs-dienstkräften versorgt. Er wurde später in ein Krankenhaus gebracht. Eine Bewohnerin des 3. Obergeschosses wurde zunächst vermisst. Zwei Einsatztrupps (je zwei Feuerwehrangehörige) mit umluftunabhängigem Atemschutz gingen parallel zur Suche und Rettung der Bewohnerin und zur Brandbekämpfung über den völlig verrauchten Treppenraum vor.
Die Bewohnerin im 3. Obergeschoss wurde im Schlafanzug in Ihrer verrauchten Wohnung angetroffen und von den Einsatzkräften zunächst
durch Aufsetzen einer Fluchthaube vor den giftigen Rauchgasen geschützt. Der Rettungsweg über den Treppenraum konnte zu diesem Zeitpunkt wegen der starken Wärme- und Rauchbeaufschlagung
nicht mehr benutzt werden. Daher verbrachten die Einsatzkräfte die Dame an ein geöffnetes Fenster an der Rückseite des Gebäudes.
Von dort wurde sie über eine Drehleiter der Feuerwehr gerettet, an einen Notarzt übergeben und später ins Krankenhaus transportiert.
Vier weitere Bewohnerinnen des Gebäudes verließen zum Teil eigenständig zum Teil in Begleitung der Feuerwehr ihre unterhalb des Brandgeschosses gelegenen Wohnungen. Zwei von ihnen wurden
vom Rettungsdienst betreut, zwei weitere vorübergehend in Fahrzeugen der Feuerwehr untergebracht.
Der mit einem C-Rohr über den Treppenraum und ein B-Rohr im Außenangriff bzw. über eine Drehleiter vorgetragene Löschangriff zeigte schnell Wirkung, bereits um 08:43 Uhr war der Brand unter Kontrolle.
Die Nachlöscharbeiten, zu denen auch die Ortsfeuerwehr Innenstadt mit einem Löschfahrzeug hinzugezogen wurde, dauerten noch bis 09:45 Uhr.
Nachdem die Verrauchung mit Hilfe eines Druckbelüfters aus dem Gebäude entfernt worden war, konnten die unverletzten Bewohner ab ca.
09:00 Uhr wieder in ihre Wohnungen.

An der Brandwohnung entstand Totalschaden, der von der Feuerwehr auf mindestens 150.000 Euro geschätzt wird. Insgesamt waren 37 Feuerwehr- und Rettungsdienstangehörige im Einsatz (Löschzug Sud der Berufsfeuerwehr, Löschfahrzeug der Ortsfeuerwehr Innenstadt, 3 Rettungswagen ein Notarzt, ein Notfallseelsorger und das Klaf der Hauptwache).

Die Feuerwehr weist gerade nach solch einem Einsatz darauf hin, dass Rauchmelder das Ausmaß eines Feuers gering halten können.
Rauchmelder warnen die Bewohner rechtzeitig vor dem gefährlichen Brandrauch und ermöglichen somit ein schnelles Eingreifen. Vielleicht wären Rauchmelder auch ein passendes Weihnachtsgeschenk?

Einsatzleiter:
Ltd. Branddirektor Hans-Joachim Gressmann

 

Starke Rauchentwicklung kurz nach Eintreffen der Feuerwehr© Foto: Axel Herrmann