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19.01.2007 - Vermutlich Millionenschäden durch Sturm Kyrill

Über 500 Einsätze innerhalb weniger Stunden wurden durch die Feuerwehr und den Rettungsdienst in Braunschweig während des Sturmes abgewickelt. Darüber hinaus bearbeitete die Integrierte Regionalleitstelle (IRLS BS/PE/WF) weitere
ca. 300 Einsätze in den Landkreisen Peine und Wolfenbüttel.

Erfreulicherweise hat sich die Bevölkerung aufgrund der Warnhinweise insgesamt sehr verantwortlich verhalten, so dass keine sturmbedingten Personenschäden zu verzeichnen waren.

Zahlreiche Dächer wurden abgedeckt, eine große Anzahl Bäume stürzte um und traf dabei Autos und Gebäude. Sämtliche Feuerwehren in Braunschweig waren mit ca. 550 Einsatzkräften incl. der Hilfsorganisationen und des THW im Einsatz. Bei der Berufsfeuerwehr wurde eine zentrale Gefahrenabwehrleitung eingerichtet.

Wie das gesamte Bundesgebiet wurde auch Braunschweig schwer vom Sturm erwischt. Gestern Abend gegen ca. 17:20Uhr erreichte der Orkan in Braunschweig seinen Höhepunkt, einige Böen deckten eine Vielzahl von Dächern ab und ließen Bäume umstürzen. Zahlreiche Straßen mussten gesperrt werden.
Bereits innerhalb der ersten halben Stunde wurden der Leitstelle über 200 Einsätze gemeldet. Das Einsatzgeschehen dauert am heutigen Tag an. Es ist absehbar, dass die Schäden im siebenstelligen Bereich liegen werden.

Kurze Bilanz:

• Etwa 100 „gestrandete“ Reisende wurden am Hauptbahnhof betreut. Dort erfolgte eine Versorgung durch die SEG-Betreuung des DRK und durch den Fachzug Versorgung der Feuerwehr mit Getränken und Speisen bis in die frühen Mor-genstunden. Gegen  6 Uhr konnte der Zugverkehr wieder aufgenommen werden.
• Ein Bahnsteigdach des Hauptbahnhofs selbst musste gesichert werden, nachdem es abzureißen drohte.
• 2 Kirchturmdächer wurden durch Böen schwer beschädigt
• Da durch umgestürzte Bäume Stromoberleitungen zu reißen drohten, musste in verschiedenen Bereichen der Strom kurzfristig vorübergehend abgeschaltet werden.
• Eine Vielzahl von Dächern wurde abgedeckt oder beschädigt, insbesondere das Finanzamt Altewiekring erlitt einen schweren Schaden.
• Die Fischerbrücke über die Oker zwischen Leiferde und Stöckheim ist teilweise eingebrochen, nachdem sie von einem umstürzenden Baum getroffen wurde.
• Umgestürzte Bäume führten zudem zu etlichen Beschädigungen an PKW, Gebäuden, Leuchtreklamen und Ähnlichem.


Derzeit ist die Feuerwehr noch in zahlreichen Einsätzen aktiv. Zum Teil wurden Schäden erst in den Vormittagsstunden bei Tageslicht entdeckt.

Ansprechpartner:
Brandinspektor Frank Hermanns

 

Teile einer Werbetafel wurden in der Stobenstraße gesichert!© Foto: A.Herrmann
In der Herz. Elisabeth Str. kippte ein Baum gegen einen LKW© Foto: A.Herrmann
Bergung eines Baumes an der Oker© Stadt Braunschweig, Fachbereich Feuerwehr
Betreuung von Zugpassagieren am Hauptbahnhof© Foto: A. Herrmann
Bergen eines beschädigtes Daches einer Videothek© Stadt Braunschweig, Fachbereich Feuerwehr
Erhebliche Dachschäden in der Stadt. Hier die Kirche in Rüningen.© Foto: A.Herrmann