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01.10.2007 - Hochwassergefahr im nördlichen Harzvorland - Feuerwehr in Braunschweig gut vorbereitet - Hilfe bei Überflutung in Baddeckenstedt

Nach andauernden und teils starken Regenfällen in der Zeit von Freitagabend bis zum heutigen Morgen kam es im gesamten Nordharzrandgebiet zu schweren Überflutungen. Infolge dessen schwollen die Pegelstände der Harzflüsse extrem stark an. Bereits am gestrigen Vormittag wurden bei den Okerpegeln Schladen und Ohrum die höchsten Meldestufen erreicht.

Dies hatte zur Folge, daß gemäß Hochwasser-alarmplan der Stadt Braunschweig einige Maß-nahmen vorbeugend in die Wege geleitet wurden:

Anlegen eines zusätzlichen Sandsackvorrats(gefüllt und ungefüllt)
Information aller beteiligter Stellen
Ständige Pegelüberwachungen an allen hoch-wassergefährdeten Stellen der Flüsse Oker, Wabe, Mittelriede und Schunter im Braunschweiger Stadtgebiet durch Führungsdienste der Feuerwehr Braunschweig
Ständige Beobachtung der Entwicklungen im Bereich der Zulaufgebiete(Talsperren, Pegelstände der Oker)
Lageabfragen im Landkreis Goslar, der stark vom Hochwasser betroffen war und aus dem der Wasserzulauf aus den Talsperren erfolgte

Lage am Sonntagmorgen in Braunschweig:

Bis zum jetzigen Zeitpunkt gab es im Stadtgebiet keine nennenswerten Einsatzhäufungen, die mit Hochwasser in Verbindung zu sehen sind.

 Die Pegelstände der Oker steigen langsam aber kontinuierlich. In den besonders gefährdeten Be-reichen Leiferde, Stöckheim und Rüningen sind noch keine kritischen Stände erreicht.
 Die Pegelstände der Wabe, Mittelriede und Schunter steigen langsam. Auch hier sind in den Bereichen Riddagshausen, Rautheim, Querum, Schuntersiedlung und Rühme keine kritischen Stände erreicht.
 Betreuungseinheiten der Hilfsorganisationen (Deutsches Rotes Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund, Maltheser Hilfsdienst) und Einheiten der Feuerwehr Braunschweig sind in Baddeckenstedt im Landkreis Wolfenbüttel im Einsatz um dort eine geplante Evakuierung im Über-schwemmungsgebiet der Innerste zu unterstützen.

Erwartete Entwicklung der Lage für die Stadt Braunschweig:

Da die hohen Pegelstände mit ca. sechs bis acht Stunden Verzögerung zum Pegel Ohrum die Stadt Braunschweig erreichen, ist voraussichtlich im Laufe des heutigen Sonntages mit dem Errei-chen des höchsten Pegelstandes an der Oker zu rechnen. Aufgrund des zwischenzeitig gut ausge-bauten Uferbereiches und der „Wasserpolitik“ der Stadt werden in Braunschweig vermutlich keine größeren Beeinträchtigungen zu erwarten sein.

Allerdings kann es in den Bereichen Leiferde, Stöckheim und Rüningen, die nur sehr begrenzt durch die  Stadtentwässerung im ufernahen Be-reich oder durch den Rückstau des Thiedebaches zu Auswirkungen auf die Stadtteile kommen. Diese kritischen Punkte werden weiterhin ständig kontrolliert. Ebenso gilt weiter das besondere Au-genmerk der Schunter im Bereich Querum und Schuntersiedlung.


Ansprechpartner: Branddirektor Karsten Göwecke