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30.07.2007 - Großübungswochenende der Feuerwehr Braunschweig auf Truppenübungsplatz

Beim Löwenfeuer, einem Großübungswochenende der Feuerwehr Braunschweig, übten von Freitagmorgen bis Sonntagnachmittag insgesamt ca. 150 Einsatz-kräfte mit 35 Fahrzeugen über 50 verschiedene Einsatzlagen unter realitätsnahen Bedingungen.

Trotz Erschöpfung und Durchnässung waren alle Beteiligten am Sonntagabend nach der Rückkehr vom Truppenübungsplatz Munster mit dem Verlauf der drei Tage rundum zufrieden.
Mit dem Hintergrund der realitätsnahen Ausbildung von Feuerwehranwärtern und jungen Führungskräften waren am Freitagmorgen 150 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Braunschweig sowie des Deutschen Roten Kreuzes und Technischen Hilfewerks mit 35 Fahrzeugen nach Munster auf den Truppenübungsplatz gestartet.
Dort galt es auf einem Gelände, auf dem normalerweise militärische Lagen vom Häuserkampf bis zum Panzergefecht geübt werden, Men-schen aus Zwangslagen zu retten, ausgedehnte Brände zu bekämpfen und bei technischen Hilfeleistungen verschiedenster Art Schäden zu begrenzen und beseitigen.
Kleine Einsatzlagen, wie z.B. das Retten und Betreuen eines Lebensmüden auf einem 30 Meter hohen Turm beschäftigten die Retter genauso wie der Brand eines abgestürzten Hubschraubers mit 6 Verletzten. Aus einem Kanalisationslabyrinth wurden durch Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten zwei bewusstlose Arbeiter gerettet.
In einer Übungslage forderten von einem LKW herabgestürzte Chemiefässer mit unbekannten Flüssigkeiten insbesondere von den jungen Führungskräften überlegte Vorgehensweisen, um die Opfer, die Umgebung und die eigenen Einsatzkräfte nicht zu gefährden.
Die reale Übungsdarstellung mit echten Bränden und verrauchten Räumen, mit bis zu 90 kg schweren Dummys und hervorragenden schauspielerischen Leistungen der lebenden Darsteller, ließen zeit-weise die Einsatzkräfte vergessen, dass sie „nur“ zum Üben hier waren.

Bei allen Aufgaben wurden die Übungsteilnehmer durch ein siebenköpfiges Team bewertet. In Übungsnachbesprechungen der 50 verschiedenen Einsatzlagen wurden die jeweiligen Führungs- und Einsatzkräfte und die Einsatzmaßnahmen analysiert.

Auch die Versorgung der 150 Teilnehmer stellte eine Herausforderung dar und wurde durch den eigens mitgeführten Verpflegungszug der Feuerwehr Braunschweig sichergestellt.

Am Sonntagnachmittag, nach der Teilnahme an einem, durch den Feuerwehrseelsorger Peter Schellberg durchgeführten, Feldgottesdienst trafen alle Einsatzkräfte erschöpft aber zufrieden in Braunschweig ein.

Nachdem in den Jahren 2005 und 2006 erfolgreich die ersten „Löwenfeuer“ stattgefunden hatten, konnte auch diesmal ein positives Fazit gezogen werden, so dass vorrausichtlich auch im Jahr 2008 wieder ein Großübungswochenende stattfinden wird.
Die Erfahrungen, die die Einsatzkräfte bei den „fast echten“ Übungslagen sammeln, wirken sich sehr positiv auf die Verhaltensweisen bei realen Einsätzen aus. Insbesondere in Notsituationen und extremen Einsätzen geben die Erfahrungen aus den Übungen den Einsatzkräften die notwendigen Sicherheiten. Fehler, die bei Übungen gemacht werden, passieren im Allgemeinen den Beteiligten kein zweites Mal.

Bilder zu dieser Übung liegen im Anhang bei!

Ansprechpartner:
Brandoberinspektor Frank Hermanns

 

Übung: Brand eines Tanks mit Treibstoff© Stadt Braunschweig, Fachbereich Feuerwehr
Feldgottesdienst mit Pastor Schellberg© Stadt Braunschweig, Fachbereich Feuerwehr