EN

24.04.2007 - Großbrand in der Roggenmühle Lehndorf - Phase 1

Zum größten Brandeinsatz in Braunschweig seit 5 Jahren kam es am Dienstagabend in der alten Roggenmühle Lehndorf. Anwohner hatten über Notruf 112 um kurz vor 19:00Uhr Rauchentwicklung aus dem seit Jahren leerstehenden Gebäude gemeldet.
Der daraufhin alarmierte Löschzug der Hauptfeuerwache stellte beim Eintreffen Rauchentwicklung in der Nordfalnke der Mühle fest.

Nach einer intensiven Erkundung stellte sich heraus, dass sich im Bereich der hölzernen Silos des siebenstöckigen Gebäudes bereits ein umfangreicher Brand entwickelt hatte. Aufgrund der sehr verschachtelten Bauart der überwiegend aus Holz erbauten Industrieanlage war es nichtmöglich zum Brandherd zu gelangen und Löschmaßnahmen einzuleiten.

Innerhalb von kurzer Zeit wurden zahlreiche Einsatzkräfte nachalarmiert, da sich schon jetzt ein komplizierter Einsatz andeutete. Unter anderem wurden auch ein Feuerwehrkran mit einer speziellen Löschspitze von der Berufsfeuerwehr  Hannover und eine Teloskopmastbühne der Werkfeuerwehr VW-Wolfsburg angefordert.
Um 21:00Uhr wurde durch die Einsatzleitung aufgrund von Einsturzgefahr des 30 Meter hohen Mühlengebäudes entschieden alle im Innenbereich eingesetzten Einsatzkräfte aus dem Gebäude zurückzuziehen. Die Löschmaßnahmen konzentrierten
sich darauf, eine Brandausweitung auf weitere Gebäudeteile zu verhindern und die unmittelbare Umgebung zu schützen konnten jetzt jedoch nur noch von außen vorgetragen werden.
Über insgesamt drei Drehleitern, den Kran aus Hannover und den Teleskopmast der WF VW wurden durch die Fensteröffnungen zeitweise 5000l/min Löschwasser in das Gebäude gegeben. Die Hannoversche Straße wurde zwischen Rudolfplatz und Autobahn gesperrt, da mehrere Löschwasserversorgungsleitungen über diesen Bereich verlegt wurden.
Diese Löschmaßnahmen wurden über Stunden bis zum Morgen so fortgesetzt. Zwischenzeitig kam es im Gebäude zu verpuffungsartigen Rauchgasdurchzündungen.
Bei den Löscharbeiten wurden vier Feuerwehrleute glücklicherweise nur leicht verletzt.
Um Mitternacht sind ca. 120 Einsatzkräfte, mehrere Löschzüge der berufsfeuerwehr und Freiwilligen Feuerwehr, die Höhenrettungsgruppe, mehrere Drehleitern und weitere Spezialfahrzeuge der Berufsfeuerwehr sowie das Technische Hilfswerk im Einsatz.

Einsatzleiter: Branddirektor Karsten Göwecke