Emsviertel
LiViK – Leben in Vielfalt in Zeiten des Klimawandels
Das Emsviertel ist Teil des Förderprojektes „LiViK – Leben in Vielfalt in Zeiten des Klimawandels“. Mit dem Projekt setzt die Stadt Braunschweig an verschiedenen Orten Maßnahmen um, die Klimaanpassung, den Erhalt und die Förderung der biologischen Vielfalt sowie eine höhere Lebens- und Aufenthaltsqualität miteinander verbinden.
Neben dem Emsviertel umfasst LiViK vier weitere Maßnahmenbereiche, dazu gehören der Westpark, Thune und Harxbüttel.
Das Emsviertel nimmt innerhalb des Projektes eine besondere Rolle ein: Hier wird die klimaangepasste und grüne Umgestaltung eines innerstädtischen Quartiers erprobt. Die Erfahrungen aus der Planung und Umsetzung sollen dazu beitragen, auch an anderen Orten in Braunschweig Lösungen für eine klimaresiliente und biodiversitätsfreundliche Stadtentwicklung zu entwickeln.
Mit LiViK verfolgt die Stadt das Ziel, Klimaanpassung, den Schutz der biologischen Vielfalt und eine höhere Lebens- und Aufenthaltsqualität miteinander zu verbinden. Dazu gehören unter anderem Entsiegelungen, neue Grün- und Freiflächen, Baum- und Gehölzpflanzungen, Blüh- und Wiesenflächen sowie Maßnahmen zum Umgang mit Regenwasser.
Was bedeutet LiViK für das Emsviertel?
Im Emsviertel liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Aufwertung des öffentlichen Raums. Viele Flächen sind heute stark versiegelt und heizen sich insbesondere in den Sommermonaten auf. Gleichzeitig wird Regenwasser weitgehend über die Kanalisation abgeführt.
Mit der geplanten Umgestaltung sollen deshalb versiegelte Flächen zurückgebaut, neue Grünbereiche geschaffen und zusätzliche Bäume gepflanzt werden. Regenwasser soll künftig möglichst vor Ort zurückgehalten und versickert werden. Damit soll das Emsviertel besser auf die Folgen des Klimawandels – insbesondere Hitze und Starkregen – vorbereitet werden. Gleichzeitig entstehen attraktivere Aufenthaltsbereiche aber auch neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere.
Inhalt des Projektes ist die Umgestaltung des Platzes am Kiosk sowie des rund 600 Meter langen Ost-West-Verbindungswegs durch das Emsviertel. Dabei sollen die vorhandenen Altbäume möglichst erhalten und durch neue, klimaangepasste Baumpflanzungen ergänzt werden.
Die Entwicklung des Emsviertels ist dabei als Pilotprojekt für Braunschweig angelegt. Die Erfahrungen aus der Planung und Umsetzung sollen auch für die Entwicklung weiterer klimaresilienter und grüner Stadtbereiche nutzbar gemacht werden.
Fördervorgaben
Was kann im Emsviertel gefördert werden?
Mit dem Projekt Emsviertel soll der öffentliche Raum klimaangepasster, grüner und attraktiver gestaltet werden. Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen, die unter anderem für mehr Grün, eine bessere Aufenthaltsqualität, Entsiegelung, ein angepassteres Regenwassermanagement, Baumerhalt sowie Neupflanzungen sorgen.
Wichtig: Nicht alle gewünschten Maßnahmen können über die Förderung finanziert werden. Die Fördermittel sind an bestimmte Vorgabebedingungen gebunden.
Was kann gefördert werden?
Gefördert werden insbesondere Maßnahmen, die Flächen entsiegeln und klimaangepasst umgestalten, neue oder verbesserte Grün- und Aufenthaltsbereiche schaffen, das Regenwasser vor Ort zurückhalten oder versickern lassen, Altbaumbestand erhalten und Neuanpflanzungen vorsehen, die die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum verbessern.
Und was ist mit Spielgeräten?
Spiel- und Bewegungsangebote sind für die Gestaltung des Emsviertels ausdrücklich mitgedacht. Die Anschaffung von Spielgeräten kann jedoch nicht aus den für das Projekt bewilligten Fördermitteln finanziert werden.
Das bedeutet nicht, dass auf Spielmöglichkeiten verzichtet werden muss. Im Rahmen der weiteren Planung ist beabsichtigt, die Wünsche und Ideen der Bewohnerinnen und Bewohner zu ermitteln. Es sollen dann bestehende Möglichkeiten eruiert aber auch überprüft werden, ob für Spiel- und Bewegungsangebote andere Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten genutzt werden können.
Die konkrete Ausgestaltung des Emsplatzes und des Verbindungsweges soll gemeinsam mit den Menschen vor Ort entwickelt werden.
Wie geht es weiter?
Für die Planung zur Umgestaltung des Emsplatzes und des Hauptverbindungswegs wurde im letzten Jahr ein Vergabeverfahren durchgeführt. Den Zuschlag für die Planungsleistungen hat das Büro Station C23 Rudolph Langner aus Leipzig erhalten.
In einem nächsten Schritt wird das Büro C23 die Planung für den Emsplatz und den zentralen Verbindungsweg konkretisieren. Dabei werden die örtlichen Gegebenheiten, die unterschiedlichen Anforderungen an die Freiräume sowie die bisherigen Erkenntnisse aus dem Entwicklungsprozess berücksichtigt. Im weiteren Planungsverlauf werden die einzelnen Maßnahmen weiter ausgearbeitet und in einem Planentwurf zusammengeführt um im weiteren Verlauf die Realisierung vorzubereiten.
Dabei sollen die Anregungen und Hinweise der Bewohnerinnen und Bewohner aus dem bisherigen Beteiligungsprozess berücksichtigt und die Bürgerinnen und Bürger auch im weiteren Verlauf aktiv einbezogen werden. Hierzu ist in den Herbstferien eine Impulswerkstatt als Mitmachaktion vor Ort geplant. Dabei soll die Möglichkeit bestehen, Wünsche, Anregungen und Ideen direkt einzubringen und damit die weitere Entwicklung aktiv mitzugestalten.
Der Beginn der baulichen Umsetzung ist derzeit für 2028 vorgesehen. Über den weiteren Planungsstand und die Möglichkeiten zur Beteiligung wird die Stadt Braunschweig auf dieser Seite regelmäßig informieren.
Termine
- 12.11.2026 → Impulswerkstatt
- 2028 → Baubeginn



