Demokratiekonferenz Braunschweig 2025

“Haltung statt Spaltung - Wege zur resilienten Demokratie”

Am 07.11.2025 hat die zehnte jährliche Demokratiekonferenz der Partnerschaft für Demokratie Braunschweig stattgefunden. Mehr als 90 Menschen sind zusammengekommen, um sich auszutauschen, zu vernetzen und in spannenden Workshops Neues zu lernen. 

Nach einer gemeinsamen Begrüßung im Plenum hat Sven Waschinski, Schulleiter der Sally-Perel-Gesamtschule aus Volksmarode, gemeinsam mit den Schüler*innen Johanna Lindemann und Jannek Pohlmann den Impulsvortrag „Resiliente Demokratie“ gehalten. Gemeinsam haben sie geschildert, wie die Schulgemeinschaft sich im September 2025 damit auseinandersetzen musste, dass ihr Schulgebäude mit rechtsextremen Parolen beschmiert wurde. Die Schulgemeinschaft wurde schnell aktiv, entwickelte die schulweite Initiative „NO zu Hass und Hetze“ und positionierte sich klar gegen die Botschaft der Schmierereien. 

Dabei wurde betont, dass klare Haltungen alleine nicht ausreichen, um demokratische Stabilität zu erreichen. Stattdessen müssen Haltung, Verantwortung und Beteiligung in den Strukturen der Schule verankert sein. 

Der Impulsvortrag stieß auf viel Resonanz bei den Anwesenden, die sofort in den Austausch mit Sven Waschinski, Johanna Lindemann und Jannek Pohlmann getreten sind. 

Nach einer kurzen Pause liefen drei Workshops parallel: 

In „Gemeinnützigkeit und Neutralitätsgebot“ hat Luise Bublitz von der Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V. dazu eingeladen, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, was ziviles Engagement und das Neutralitätsgebot mit der Gemeinnützigkeit für Vereine zu tun haben. Angesprochen wurden vor allem Menschen, die sich politisch engagieren möchten, aber fürchten, die Gemeinnützigkeit ihres Vereines zu verlieren. 

In „Demokratische Strukturen fördern/ Was darf die Verwaltung?“ haben sich Mitglieder der Braunschweiger Stadtverwaltung ebenfalls mit dem Neutralitätsgebot und sich ändernden politischen Verhältnissen auseinandergesetzt. Die Kommunalakademie Deutschland hat mit ihnen durchgesprochen, welchen Handlungsspielraum eine Verwaltung hat und was für die Mitarbeitenden zu beachten ist, um Haltung zeigen zu können. 

In „Argumentationstraining“ haben Anja Mölders und Hannah Zschömitzsch einen praktischen Workshop für alle gegeben, die Stammtischparolen und diskriminierenden Aussagen entschiedener entgegentreten möchten. 

Nach der Workshopphase gab es ein letztes Zusammenkommen im Plenum, in dem über die Erfahrungen in den Workshops berichtet wurde, bevor Frau Dr. Rentzsch, Sozialdezernentin der Stadt Braunschweig, ein Abschlussplädoyer für breite Bündnisse und klare Haltung gegeben hat. 

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