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14 - Hohetorbrücke

Die Hohetorbrücke verbindet am ehem. Hohetor die Innenstadt (Sonnenstraße) über die westliche Promenade und Am Hohen Tore mit dem Madamenweg. Bestehende Brücke 1859-61 errichtet (teilw. verändert).

Hohetorbrücke, Südansicht, 2010 (© S. Kotyrba)
Hohetorbrücke, Südansicht, 2010
(© S. Kotyrba)

Das bestehende Brückenbauwerk

Lage: Die Hohetorbrücke führt über den westlichen Umflutgraben und verbindet die Innenstadt über die Sonnenstraße und den Promenadenring mit dem Madamenweg im westlichen Ringgebiet.
Bedeutung: Das Hohetor war eines der wichtigsten Stadttore des mittelalterlichen Braunschweig. Es führte ein Zweig des Hellweges in das Weichbild Altstadt. Die Hohetorbrücke ist im Bereich der Umflutgräben diejenige mit der ältesten erhaltenen Bausubstanz.
Planungs- und Bauzeit: 1859-61
Architekt/Ingenieur: Kreisbaumeister Albert Lieff
Baukosten: 10.000 Thaler
Länge: 28,50 m
Breite: 12,70 m
Stützweite: 2 x 12,00 m
Lichte Höhe: 2,50 m
Konstruktion: Widerlager und Zwischenpfeiler in Natursteinmauerwerk, Brückenbögen in Eisenfachwerk, Verbreiterung (Fußwege) über Kragarme, ursprünglicher Belag mit Holzbohlen, heute Betonaufbau mit Asphaltbelag
Umbauten/Reparaturen: 1889-92 Verbreiterung, Baukosten: 18.856,07 M
2002/03 Sanierung und Verbreiterung, Baukosten: 561.861,08 €
Hohetorbrücke, Südansicht, 2010 Hohetorbrücke, Nordansicht, 2010 Hohetorbrücke, Detail, 2010 Hohetorbrücke, Ortsbauplan, 1889


Die Vorgängerbauten

Klassizismus

1820/21 Brückenneubau im Zuge der Umgestaltung der Wallanlagen zum Promenadenring
Architekt/Ingenieur Peter Joseph Krahe
Baukosten 11.065 Thaler 14 Groschen
Konstruktion Widerlager und Zwischenpfeiler in Natursteinmauerwerk, Brückenbögen in Eichenholz (Balken-/Sprengwerkkonstruktion), Belag mit Holzbohlen, Gusseisengeländer
Reparaturen/Umbauten 1837/42, 1852, 1856, 1877: Abbruch der Barriere
Hohetorbrücke, Stadtplan, 1826 Hohetorbrücke, Stadtplan, 1841


Barock

1737/38 Brückenneubau im Zusammenhang mit der Anlage der barocken Bastionärbefestigung,
Baukosten: 11.065 Thaler 14 Groschen
Architekt/Ingenieur Bonifacius Christoph Hacker
Konstruktion Holzbrücke mit Sprengwerkkonstruktionen und steinernen Widerlagern sowie integrierten Zugbrücken, Fahrbahn mit Plattenbelag, Eisengeländer
Reparaturen/Umbauten 1743: Neubau der Ravelinbrücke (äußerer Brückenabschnitt), Baumeister: Johann Georg Möhring
Reparaturen: 1753/54, 1769
Umbau: 1805


Renaissance

1543 Neubau des äußeren Hohetors, Lage innerhalb des Walls zwischen innerem und äußerem Okergraben, zeitgleich möglicherweise Neubau der äußeren Grabenbrücke aus Holz
1606 Vogelschaubild der Stadt Braunschweig: Holzbrücke über den äußeren Graben
Hohetorbrücke, Stadtplan, 1606 Hohetorbrücke, Westansicht Hohetor, 1716


Mittelalter

14./15. Jh. Schaffung eines zweiten, äußeren Wallgrabens, Errichtung einer Holzbrücke


Die innere Hohetorbrücke (Sonnenstraße)

1. Hälfte/Mitte 12. Jh. Anlage eines Wall-Graben-Systems um die Altstadt, Errichtung einer ersten Holzbrücke vor dem Stadteingang
Anfang 13. Jh. Errichtung des steinernen Mauerrings mit Tortürmen um die Gesamtstadt
1547 Inschriftliche Datierung: „Anno Dni 1547 Matthaei copletu est“ (Am Tag des hl. Matthäus [21. September] 1547 vollendet)
1606 Vogelschaubild der Stadt Braunschweig: Steinbogenbrücke über den inneren Graben
1673 Erwähnung der steinernen Gewölbebrücke als schadhaft
1823-26 Verbreiterung durch Holzkonstruktion über eiserne Kragarme
1862-64 Ersatz der Verbreiterungen aus Holz durch eine Erweiterung der Steinbogenbrücke an der Nordseite
nach 1945 Verrohrung eines Teils des Neustadtmühlengrabens, Abbruch bzw. Zuschüttung der Reste der Brücke
Lage Die ehemalige Brücke an der Sonnenstraße führte über den inneren Stadtgraben (Neustadtmühlengraben).
Hohetorbrücke, innere Grabenbrücke, vor 1945