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1 - Wendentorbrücke

Die Wendentorbrücke verbindet am Wendentor die Innenstadt (Wendenstraße) mit der Hauptausfallstraße nach Norden (Lüneburg, Hamburg, Lübeck). Bestehende Brücke 1933 errichtet.

Wendentorbrücke, Ostansicht, 2010 (© E. Arnhold)
Wendentorbrücke, Ostansicht, 2010
(© E. Arnhold)

Das bestehende Brückenbauwerk

Lage: Die Wendentorbrücke verbindet die Innenstadt mit der Hauptausfallstraße nach Norden, in Richtung Gifhorn, Lüneburg und Hamburg (Mühlenpfordtstraße, Wendenring, Hamburger Straße).
Bedeutung: Am Wendentor führten die wichtigen Handelsstraßen aus den Hansestädten Hamburg, Lübeck und Lüneburg in das mittelalterliche Braunschweig. Einziger erhaltener Brückenneubau der Zwischenkriegszeit im Innenstadtbereich.
Planungs- und Bauzeit: 1933
Architekt/Ingenieur: Städtisches Tiefbauamt
Länge: 26,75 m
Breite: 18,10 m
Stützweite: 2 x 13,05 m
Lichte Höhe: 1,10 m
Konstruktion: Stahlbetonbrücke
Umbauten/Reparaturen: 1999, 2004 (Sanierungen)
Wendentorbrücke, Ostansicht, 2010 Wendentorbrücke, Westansicht, 2010 Wendentorbrücke, Rammplan für die Fundamente, 1933


Die Vorgängerbauten

Historismus (Gründerzeit)

1870 Erneuerung und Verbreiterung der vorhandenen Brücke
Architekt/Ingenieur Kreisbaumeister Hartmann
Konstruktion Eisenfachwerkträger, Fußwege aus Betontafeln, schmiedeeiserne Geländer
Reparaturen/Umbauten 1913/14: nochmalige Verbreiterung (Entwurf: Ludwig Winter)
Wendentorbrücke, Ortsbauplan, 1889 endentorbrücke, Nordostansicht, um 1900 Wendentorbrücke, Blick nach Nordwesten, um 1900 Wendentorbrücke, Südostansicht, um 1900 Wendentorbrücke, Geländerdetail


Klassizismus

1818-20 Brückenneubau im Zuge der Umgestaltung der Wallanlagen zum Promenadenring
Architekt/Ingenieur Peter Joseph Krahe
Baukosten 9.277 Thaler
Konstruktion Widerlager und Zwischenpfeiler in Natursteinmauerwerk, Brückenbögen in Eichenholz (Balken-/Sprengwerkkonstruktion), Belag mit Holzbohlen, Gusseisengeländer, außenseitige Verkleidung der Brückenbögen
Reparaturen/Umbauten 1833/34, 1854/55, 1859, 1877 (Abbruch der Barriere)
Wendentorbrücke, Stadtplan, 1826 Wendentorbrücke, Stadtplan, 1841 Wendentorbrücke, Westansicht, um 1850


Barock

1671 Errichtung einer hölzernen „Interimsbrücke“ nach Belagerung und Eroberung der Stadt durch Truppen Herzog Rudolf Augusts, bereits 1678 baufällig.
1692-99 Baubeginn der Bastionärbefestigung am Wendentor, Eröffnung des neu angelegten Wendentors 1699.
1732-34 Brückenneubau im Zusammenhang mit der Anlage der barocken Bastionärbefestigung.
Architekt/Ingenieur Bauvogt Ernst Bindewies
Baukosten 9579 Thaler 8 Groschen 3 Pfennige
Konstruktion Holzbrücke mit Sprengwerkkonstruktionen und steinernen Widerlagern sowie integrierten Zugbrücken, Fahrbahn mit Plattenbelag, Eisengeländer
Wendentorbrücke, Nordansicht, um 1716


Renaissance

1606 Vogelschaubild der Stadt Braunschweig: Holzbrücke über den äußeren Graben
Wendentorbrücke, Stadtplan, 1606 Wendentorbrücke, Ansicht, Merian 1654


Mittelalter

14./15. Jh. Schaffung eines zweiten, äußeren Wallgrabens, Errichtung einer Holzbrücke


Die innere Wendentorbrücke (Wendenstraße/Am Wendentor)

2. Hälfte 12. Jh. Gründung de Weichbildes Hagen mit Stadtmauer (errichtet um 1178), Bau einer ersten Holzbrücke vor dem Stadttor.
Anfang 13. Jh. Errichtung des steinernen Mauerrings mit Tortürmen um die Gesamtstadt.
1606 Vogelschaubild der Stadt Braunschweig: Steinbogenbrücke über den inneren Graben.
1681 Errichtung einer steinernen Bogenbrücke als Ersatz für eine Holzbrücke.
1860-62 Um- bzw. Neubau: Holzbrücke mit Sprengwerken über Steinpfeilern, Baukosten: 2.927 Thaler 17 Groschen 9 Pfennige.
1869 Planzeichnung für Errichtung einer steinernen Bogenbrücke, gez. Müller.
um 1870/80 Verrohrung des Grabenabschnitts, Abbruch der Brücke.
Lage Die ehemalige Brücke am Wendentor führte über den inneren Stadtgraben des ehemaligen Weichbildes Hagen (Bosselgraben).