Gesundheitsregion
In der Gesundheitsregion Braunschweig steht für die Gesundheit der Bürger:innen und deren Familien, An- und Zugehörige. Ziel ist es, die medizinische Versorgung zu verbessern und Prävention und Gesundheitsförderung zu stärken.
Anmeldung zur Gesundheitskonferenz 2026
Gesundheitskonferenz 2026: Zukunft der Gesundheit: Zuhause. Vernetzt. Nachbarschaftlich. Gesundheitsversorgung und soziale Unterstützung in Braunschweig zusammendenken.
Am 23.09.2026 von 14:00 – 18:00 Uhr im Haus der Wissenschaft, 5. OG Raum Weitblick und Ideenraum, Pockelsstraße 11, 38106 Braunschweig
Worum geht es?
Gesundheit entsteht nicht nur beim Arzt oder im Krankenhaus. Gesundheit hat auch viel mit unserem Alltag zu tun: Wo wir wohnen, wen wir kennen, wie wir leben und wie private und professionelle Netzwerke um uns herum aktiv sind. Wenn medizinische Hilfe, Pflege und soziale Angebote besser zusammenarbeiten, profitieren alle Menschen in Braunschweig davon. Die gesundheitliche Versorgung wird besser.
Gemeinsam im Quartier – direkt vor der Haustür:
In unseren Braunschweiger Stadtteilen und Quartieren entstehen immer mehr Netzwerke. Menschen, Einrichtungen und Gesundheits-Dienste arbeiten dort Hand in Hand. Ziel ist: Gute Versorgung zu Hause und vor Ort. Kurze Wege. Verlässliche Kontakte. Ein Netz, das trägt. So können Sie in Ihrem gewohnten Umfeld bleiben. Sie wissen, wer Ihnen hilft und wo Sie hingehen können. Sie kennen die Angebote in Ihrer Nachbarschaft. Und jede und jeder kann mehr für die eigene Gesundheit tun.
Unser Motto:
Alles hängt zusammen. Gemeinsam gestalten wir Gesundheit vor Ort – vernetzt, nah und für alle in Braunschweig.
Alle sind willkommen!
Melden Sie sich zur Konferenz an, gestalten Sie und reden Sie mit. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
Wir bitten um eine verbindliche Anmeldung bis zum 20.09.2026. Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt.
Programmablauf
- Begrüßung und Eröffnung: Perspektive Gesundheitsregion (Dr. Christina Rentzsch, Dezernentin für Soziales, Schule, Gesundheit und Jugend der Stadt Braunschweig)
- Einführung ins Schwerpunktthema der Gesundheitsregionen Niedersachsen: „Mehr als Medizin: Gesundheitliche Versorgung und soziale Unterstützung zusammendenken“ (Dr. Maren Preuß, Fachreferentin bei der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.)
- Mitmach-Aktion: „Wie fühlt sich Unterstützung im Alltag an?“
- Angebotslandkarte: „Mein persönlicher Weg durchs Quartier“
- Open Stage: „Welche Netzwerke haben wir in den Braunschweiger Quartieren?“
- Key Note: „Gesundheit beginnt im Quartier“ (Prof. Dr. Susanne Busch, Professorin für Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik, HAW Hamburg, Fakultät Gesundheit)
Der Ausklang findet bei Imbiss und Getränken statt. Bleiben Sie doch gern.
Moderation: Feridun Öztoprak
Bei der Gesundheitskonferenz handelt es sich um eine öffentliche Veranstaltung. Sie ist mit dem ÖPNV gut zu erreichen. Die Räumlichkeiten sind größtenteils rollstuhlgeeignet. Toiletten barrierefrei. Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie Assistenz brauchen und auch wenn Sie keine Fotos von sich auf der Veranstaltung wünschen. Fortbildungspunkte für Ärztinnen und Ärzte wurden bei der zuständigen Ärztekammer beantragt.
Projektförderung vom Land Niedersachsen erhalten: Gesundheitspflege im Quartier - Prävention, Koordination, Case Management
Das Projekt implementiert ein quartiersorientiertes, zugehend, leistungserschließend und vernetzend ausgerichtetes, an der Idee der Gemeindeschwester orientiertes Angebot der Gesundheitspflege. Zwei erfahrene Pflegefachpersonen mit Zusatzqualifikation (B.A. Pflege/Pflegemanagement, Case Management, Nurse Practitioner, Advanced Practice Nursing, Public Health, Soziale Arbeit oder vergleichbarer Weiterbildung oder vergleichbar) erbringen präventive, beratende und pflegerische Leistungen. Ihr Schwerpunkt liegt auf dem dezidiert pflegerischen Case Management in Fällen, in denen bislang keine oder unzureichende Hilfe oder Pflege eingebunden ist. Die primäre Zielgruppe sind Menschen ohne tragfähige familiäre oder soziale Unterstützung und Mitglieder benachteiligter, in ihrer Teilhabe eingeschränkter Gruppen.
Mit dem Projekt wird ein selbstständiger Karriereweg mit erweiterten Zuständigkeiten, Angeboten und Handlungsfeldern für erfahrene Pflegefachpersonen verankert. Die nachhaltige Refinanzierung erfolgt weitestehend über die Abrechnungspfade der Kranken- und Pflegeversicherung und wird in den zwei Modellquartieren (1) Lehndorf-Watenbüttel (Stadtbezirk 321) und (2) Nördliche Schunter-/Okeraue und Nordstadt-Schunteraue (Stadtbezirke 322/anteilig 330) erprobt.
Hintergrund
Die Alterung der Gesellschaft führt zu einer wachsenden Zahl von Menschen mit hohem Risiko für Pflegebedürftigkeit, Unterversorgung und Einsamkeit. Zudem sind bei vielen Nutzer:innen des Versorgungssystems die notwendigen Gesundheits- und Gesundheitssystemkompetenzen nicht ausreichend ausgeprägt. Internetgestützte Kommunikation, Telemedizin und Antragsverfahren können zusätzliche Barrieren sein. Unterstützende familiäre oder soziale Netze sind häufig ausgedünnt, nicht vorhanden oder ebenfalls von den bürokratischen Hürden des Versorgungssystems überfordert. In der Folge gelangen Betroffene zu spät oder nur im Kontext akuter Krisen ins Hilfesystem. Prävention und die frühe Inanspruchnahme von Beratung und Hilfe können die Entwicklung bremsen.
Vorgehen
Vom Projekt begleitet werden die GepfleQt-Pflegefachpersonen als Freiberufler:innen tätig und sind von Verwaltungsaufgaben befreit (Dokumentation, Abrechnung, Verträge). Ihre präventiven Angebote werden im öffentlichen Raum als Präventionskurse gemäß § 20 SGB V, individuelle pflegerische und Leistungen des Case Management hingegen über Einzel- und Dienstleistungsverträge im Rückgriff auf die §§ 7a, 37, 39, 45b, 77 SGB XI oder als Privatleistung in der Häuslichkeit der Patient:innen erbracht. Die Pflegekräfte gehen auf andere Versorger und etablierte Akteure:innen zu, beteiligen sich an Netzwerken, reagieren auf Hinweise und sind an Begegnungsorten des Quartiers präsent. Auf diese Weise wird das Angebot bekannt und wächst der Klient:innenstamm.
Das Projekt startet am 01.06.2026 und endet am 31.12.2027. Es ist von Beginn an auf die Verstetigung und den anschließenden Ausbau der Kapazitäten ausgelegt. Eine Verdienstausfallkompensation in den ersten sechs Monaten, die Sachkosten für einmalige Investitionen und Entgelte für die Netzwerkarbeit werden über Projektmittel finanziert. Kosten für Beiträge für die Berufshaftpflichtversicherung und Berufsgenossenschaft werden im ersten Jahr vom Projekt getragen, im Anschluss an die Initialphase von den GepfleQt-Pflegefachkräften selbst erwirtschaftet und bestritten.
Gesundheitskonferenz 2023
„Da haben wir den Salat“ - Auf dem Weg zur gesunden und klimagerechten Gemeinschaftsverpflegung
Gesundheitsregion Braunschweig
Seit 2015 ist Braunschweig Gesundheitsregion. Es geht um die Verbesserung gesundheitlicher Angebote und Strukturen. Innerhalb einer Steuerungsgruppe werden inhaltliche Schwerpunkte festgelegt sowie Projekte kreiert und initiiert. Dazu gehören beispielsweise die Interkulturelle Servicestelle, bekki-Kindergartenuntersuchung, das Projekt GepleQt - Gesundheitspflege im Quartier - Prävention, Koordination, Case Management und das Projekt "die Brücke" zur Kommunikation von gesundheitsbezogenen Dienstleistungen.
Es finden regelmäßig Gesundheitskonferenzen oder Gespräche statt mit dem Ziel, Herausforderungen der gesundheitlichen Versorgung mit unterschiedlichen Akteuren:innen des Sozial- und Gesundheitssystems zu diskutieren und Lösungsansätze zu entwickeln. Folgende Themen wurden in Gesundheitskonferenzen bearbeitet:
- Gesundheitskonferenz 2026: Gesundheit ist mehr als Medizin
- Gesundheitskonferenz 2023: Da haben wir den Salat - auf dem Weg zur gesunden und klimagerechten Gemeinschaftsverpflegung
- Veranstaltungsreihe 2022/2023: Gesundheit in Zeiten des Klimawandels
- Gesundheitskonferenz 2022 (hybrid): Gesundheitsschutz in Zeiten des Klimawandels – Ideen für Braunschweig
- Gesundheitskonferenz 2021 (digital): Rund um die Geburt
- Gesundheitskonferenz 2019: Leben bis zum Schluss – VorSorge um den letzten Lebensabschnitt
- Gesundheitskonferenz 2018: Kindergesundheit gemeinsam gestalten
- Gesundheitskonferenz 2016: Zukunft Alter – Herausforderungen annehmen
- Gesundheitskonferenz 2015: Psychisch krank – was t(n)un
Steuerungsgruppe Braunschweig
Als Steuerungsgremium für den gemeinsamen Austausch- und Entwicklungsprozess dient die Braunschweiger Steuerungsgruppe. Die Steuerungsgruppe begleitet in regelmäßigen Zusammenkünften die Gesundheitsregion. In die Steuerungsgruppe bringen sich Akteurinnen und Akteure aus dem Versorgungssystem ein und repräsentieren die Gesundheitsregion nach außen. Die Gesundheitsregion hat folgende Mitglieder und Partner:innen:
- Stadt Braunschweig / Sozialreferat
- Stadt Braunschweig / Gesundheitsamt
- Stadt Braunschweig / Gleichstellungsreferat
- Stadt Braunschweig Sozialpsychiatrischer Verbund
- Stadt Braunschweig Altenhilfe- und Pflegeplanung
- Städtisches Klinikum
- Krankenhaus Marienstift
- Herzogin Elisabeth Hospital (HEH)
- Nibelungen Wohnbau GmbH
- BARMER Braunschweig
- AOK Braunschweig
- Kassenärztlichen Vereinigung Braunschweig
- KIBIS - Selbsthilfebereich
- Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover
Den Vorsitz der Steuerungsgruppe hat die Sozialdezernentin Dr. Rentzsch.
weitere Informationen zu den Mitgliedern und Partner:innen
Gesundheitsregionen Niedersachsen
Die Gesundheitsversorgung findet dort statt, wo die Menschen leben. Vor diesem Hintergrund sind Landkreise, Städte und Gemeinden besonders herausgefordert, soziale und gesundheitliche Belange der Menschen direkt vor Ort bedürfnisgerecht zu gestalten. Zudem beeinflussen regionale Gegebenheiten sowohl das Auftreten von Erkrankungen als auch den Versorgungsprozess. Dies unterstreicht den Bedarf nach einer regional koordinierten und gesteuerten Gesundheitsversorgung, die alle Versorgungsbereiche (ambulant, stationär, Prävention, Gesundheitsförderung, Rehabilitation, Pflege) im Blick hat.
Stadt Braunschweig
Anke Scholz
Anschrift
Schuhstraße
24
38100
Braunschweig
Kontakt
Tel.:
0531 4703358
E-Mail-Adresse:
gesundheitsregion@braunschweig.de











