Wettbewerb Holwedestraße
Das Braunschweiger Klinikum beabsichtigt im Süden von Braunschweig eine moderne Zentralklinik zu errichten, die auch künftig eine hochwertige medizinische Versorgung der Bevölkerung sicherstellen soll. In diesem Zuge ist der Klinikstandort an der Holwedestraße Ende 2024 aufgegeben worden. Das Gesamtareal umfasst etwa 5 ha in direkter Lage am städtischen Umflutgraben und in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt.
Eine angemessene Nachnutzung des Areals wurde bereits durch frühzeitige Planungskonzeptionen angestoßen. In diesem Kontext wurde 2022 ein bundesweit ausgeschriebener städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb "Nachnutzung Klinikum Holwedestraße" durchgeführt. Dieser soll eine ansprechende architektonische Qualität der zukünftigen Bebauung und der Grünflächen im Zusammenhang mit der erforderlichen Infrastruktur sicherstellen.
Die Ergebnisse liegen nunmehr seit November 2022 vor. Der Siegerentwurf des Braunschweiger Architekturbüros jensen + hultsch architekten mit dem Berliner Landschaftsarchitekturbüro studiofutura ist als Grundlage für den weiteren Planungsprozess herangezogen worden. Die weitere Ausarbeitung der Planung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und unter Beteiligung aller betroffenen Behörden. Ende 2025 fand die Veröffentlichung der Bauleitpläne statt, bei welcher die interessierte Öffentlichkeit die Planungen einsehen und Stellungnahmen dazu abgeben konnte.
Das neue Quartier vereint modernes Wohnen mit verschiedenen Wohnformen und grüne Lebensqualität an der Okerumflut. Es teilt sich in einen nördlichen Bereich mit Allgemeinen Wohngebieten und einen südlichen Bereich mit Urbanen Gebieten auf, in dem bis zu 360 Wohneinheiten entstehen können. Der zentrale Quartiersplatz wird zum lebendigen Treffpunkt, an dem lokales Kleingewerbe und Gastronomie in den Erdgeschossen die Nachbarschaft beleben. Die Architektur verbindet denkmalgeschützten und erhaltenswerten Bestand mit modernen Neubauten in offener Hofbauweise. Dank einer zentralen Quartiersgarage und fast vollständig unterirdischen Pkw-Stellplätzen bleibt das Areal nahezu autofrei und bietet dadurch eine hohe Aufenthaltsqualität. Direkt am Okerumflutgraben laden eine naturnahe Parkanlage mit Okerwanderweg, Spiel- und Aufenthaltsflächen sowie altem Baumbestand zum Verweilen ein.
Das Verfahren steht nach Überarbeitung kurz vor dem Satzungsbeschluss (erwartet für Ende 2026).
In einem anschließenden Schritt wird in Erwägung gezogen, einzelne Bauabschnitte über Konzeptvergaben in die Realisierung zu führen. Die Vermarktung und Realisierung sind ab 2027/28 anvisiert.