Visionen für die Nachnutzung des Umfelds der ehemaligen Justizvollzugsanstalt Braunschweig-Rennelberg

Schrägluftbild© Stadt Braunschweig

Prämierung studentischer Entwürfe für die Nachnutzung des Umfelds der ehemaligen Justizvollzugsanstalt Braunschweig-Rennelberg

Masterstudierende der TU Braunschweig präsentieren ihre Ideen für die zukünftige Gestaltung des Gebiets rund um die ehemalige JVA Rennelberg.

Das Areal der ehemaligen Justizvollzugsanstalt an der Rennelbergstraße wird aktuell durch das Land veräußert. Die Stadt Braunschweig hat sich zum Ziel gesetzt, die angrenzenden Flächen neu zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund traf es sich gut, dass sich Studierende der TU Braunschweig am Institut für Städtebau und Entwurfsmethodik mit dem Grundstück der ehemaligen JVA und seiner Umgebung beschäftigt und Visionen für eine potenzielle Zukunft entwickelt haben. Dabei sind gelungene Entwurfsansätze entstanden, welche bei der Entwicklung für ein qualitätsvolles städtebauliches Konzept mit einfließen können.

Ein Gremium, bestehend aus Vertreter:innen aus Politik und Verwaltung, hat drei der Entwürfe prämiert:

Der 1. Preis geht an den Entwurf von Franziska Heininger und Johannes Quirin, welcher sich unter dem Titel „Von Mauern zum Miteinander - Transformation der ehemaligen JVA Rennelberg“ auf symmetrische Achsen fokussiert, die auf einen großzügigen Kreativcampus-platz münden.

Der 2. Preis wird an Adriana Gens und Mareike Meier vergeben, dessen Entwurf „JVA Rennelberg - Wenn Barrieren weichen“ sich insbesondere durch eine starke Öffnung des Geländes der ehemaligen JVA, eine Schaffung großzügiger Hofsituationen durch ergänzende Neubauten und einen Klimawald entlang einer zentralen Wegeachse auszeichnet.

Den 3. Preis erhalten Sarah Suttner López und Robert Sievert für der Entwurf „Kiez statt Knast - Nachbarschaft statt Mauern“. Dieser setzt sich mit einer neuen „Rennelbergtwete“ und einem „Rennelbergplatz“ sowie einer Quartiersgalerie mit weitreichender Berücksichtigung des Bestandserhalts auseinander.

Vom 29. April bis zum 20. Mai 2026 wurden die Entwürfe während der Öffnungszeiten im Foyer des 2. OG des Rathausaltbaus (Platz der Deutschen Einheit 1) ausgestellt.

Die Stadt erkennt an, dass mit den vorliegenden Entwürfen nicht gleich eine Entwicklung stattfinden wird. Dazu sind auch die Veräußerungsergebnisse des eigentlichen JVA-Geländes abzuwarten. Aber mit Klarheit über das Konzept auf dem JVA-Gelände rückt das Umfeld in die Diskussion, und mit den vorliegenden Entwürfen liegt dafür eine Basis bereit.

 

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