"Perspektive Innenstadt!"
Das Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Landesentwicklung hatte im September 2021 den Budgetreservierungsantrag der Stadtverwaltung positiv beschieden, sodass im Rahmen des niedersächsischen Förderprogramms "Perspektive Innenstadt!" 1,4 Millionen Euro in die Braunschweiger Innenstadt investiert werden konnten. Das Fördervolumen für Braunschweig betrug 1,25 Millionen Euro und die Stadt bzw. die Projektträger steuerten einen zehnprozentigen Eigenanteil bei. Die Mittel flossen in 17 Projekte und Maßnahmen, die in den krisenbelasteten Jahren 2022 und 2023 zur kurzfristigen Stärkung der Braunschweiger Innenstadt umgesetzt wurden. Der Fokus lag auf Projekten, die im Rahmen des Innenstadtdialogs erarbeitet und diskutiert wurden.
Das Wirtschaftsdezernat und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Braunschweig Zukunft koordinierten die Antragstellung für die jeweiligen Einzelvorhaben.
Kurzübersicht über die durchgeführten Projekte
Für nachfolgende Projekte hat die Stadt Braunschweig im Rahmen des Förderprogramms "Perspektive Innenstadt" Mittel erhalten. Mit dem Programm förderte das Niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung Projekte und Konzepte zur Innenstadtentwicklung. Insgesamt umfasst es gut 120 Millionen Euro und speiste sich aus der Aufbauhilfe REACT EU (Recovery Assistance for Cohesion and the Territories of Europe), mit der die Europäische Union dabei unterstützte, die Folgen der Corona-Pandemie zu bewältigen.
Die Oberthemen Aufenthaltsqualität, Stadtklima und Schaffung von Besuchsanlässen spielten eine besondere Rolle bei der Konzeption und Auswahl der Projekte.
Stadtplanungs-, Verkehrs-, Tiefbau- und Baudezernat
Kultur- und Wissenschaftsdezernat
Wirtschaftsdezernat
Umwelt-, Stadtgrün-, Sport- und Hochbaudezernat
Zwei Projekte (Familien-Cafés mit Kinder-/Jugendbeteiligungsetage und Gründerprogramm Innenstadt) konnten nicht wie geplant umgesetzt werden, da sie nicht die fördertechnischen Anforderungen des Programms erfüllten.
Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) wurde im Zeitraum von Frühjahr 2017 bis November 2018 erstellt. Mit seinen definierten Leitzielen, Projekten und Schwerpunkten für die räumliche Entwicklung bietet es einen klaren Orientierungsrahmen für die Stadtentwicklungsprojekte der kommenden Jahre. Innerhalb des Arbeitsfelds 2 „Stadt und Quartiere“ wurde die Stärkung der Braunschweiger Innenstadt als eines der Rahmenprojekte herausgearbeitet. Zu den Hauptzielen gehören die Attraktivitätssteigerung der öffentlichen Räume, die dauerhafte Sicherung des Einzelhandels und die Erlebbarmachung der Oker. Das Sofortprogramm „Perspektive Innenstadt!“ trug durch seine vielfältigen Maßnahmen zu dieser Zielerreichung bei.
Neben den bereits genannten Oberthemen (Aufenthaltsqualität, Stadtklima und Schaffung von Besuchsanlässen) spielte auch die Schaffung konzeptioneller Grundlagen für die Umsetzung im Rahmen des Folgeprogramms „Resiliente Innenstädte“ eine große Rolle. Voraussetzung für die Bewerbung auf das Förderprogramm „Resiliente Innenstädte“ war demzufolge das im Rahmen von „Perspektive Innenstadt!“ erstellte strategische Rahmenkonzept für die Braunschweiger Innenstadt (Innenstadtstrategie). Es greift Projekte aus dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) sowie die bisher, unter anderem im Rahmen des Innenstadtdialogs, entwickelten Maßnahmen auf und führt sie strategisch zusammen. Auch die konzeptionellen Grundlagen für den Architekturpavillon wurden mit dem Förderprogramm „Perspektive Innenstadt!“ geschaffen. Zudem wurden in Vorbereitung auf die Entstehung des Pocketparks Kannengießerstraße bereits Flächen entsiegelt.