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Aktuelles & Pressebereich

© Städtisches Museum Braunschweig, H. Pahlmann, Beim Frühschoppen, um/vor 18894, Öl auf Leinwand

Wir haben geöffnet!

Liebe Besucherinnen und Besucher,

aktuell gilt bei uns im Haus am Löwenwall die 2G-Regel und im Altstadtrathaus die 2G-PLUS-Regel. 

2G-Regel = geimpft oder genesen 

2G-PLUS-Regel = geimpft oder genesen PLUS negatives Testergebnis (PoC-Antigen-Test (Schnelltest) max. 24 Stunden alt oder PCR-Test max. 48 Stunden alt)   

Personen, die nach der Genesung lediglich eine Impfdosis erhalten haben, müssen sich auch weiterhin testen lassen, bevor sie Einrichtungen, Betriebe oder Veranstaltungen besuchen, für die die 2G-PLUS-Regelungen gelten.

Ausnahmen: 

- Personen, die bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten haben, benötigen nur die Impfnachweise und KEINEN Testnachweis

- Kinder und Jugendliche bis zu einem Alter von 18 Jahren benötigen weder einen Impf- noch einen Testnachweis 

- Personen mit medizinischer Kontraindikation und Personen in klinischen Studien, die sich nicht impfen lassen dürfen, benötigen KEINEN Impfnachweis, sondern nur einen Testnachweis 

Für alle gilt FFP2-Maskenpflicht, Abstandspflicht und die Kontaktdatenerfassung.

Wir freuen uns auf Sie!

 



Foto bei der Bekanntgabe der Untersuchungsergebnisse der Ovambanderu-Delegation aus Namibia, im Mittelpunkt ist der Patronengurt zu sehen© Städtisches Museum Braunschweig, Dirk Scherer

Aufsehenerregende Neuigkeiten aus unserer Ethnologischen Sammlung

Anfang November 2021 hatten wir eine Delegation der Gemeinschaft der Ovambanderu aus Namibia zu Gast. Die Delegation untersuchte einen Patronengurt aus unseren Beständen. Die Vermutungen bestätigten sich im Laufe der Untersuchung: Der Gurt gehörte dem Ovambanderu-Oberhaupt Kahimemua Nguvauva, einem namibischen Nationalhelden. 

Der Patronengurt wurde Kahimemua vor dessen Exekution durch die deutschen Kolonialtruppen 1896 nach der Niederschlagung eines Aufstands im damaligen Deutsch-Südwestafrika von einem aus Braunschweig stammenden deutschen „Kolonialherrn“ abgenommen. Das Objekt steht so für einen kolonialen Gewaltkontext.

 

Foto des Patronengurts© Städtisches Museum Braunschweig, Dirk Scherer

Für die Ovambanderu hat der Gurt eine enorm große historische und spirituelle Bedeutung. Dies betonte auch der Sprecher der Delegation, Freddy Nguvauva, ein Nachfahre Kahimemuas. Wenn der Rat der Stadt Braunschweig zustimmt, kann das Objekt nun restituiert werden.  

Der Gurt ist nicht nur ein Zeugnis kolonialen Unrechts. Er ist auch Symbol eines Neuanfangs. Aus unseren Kontakten hat sich inzwischen ein partnerschaftlicher Dialog zwischen den Ovambanderu und dem Museum entwickelt. In unserer ethnologischen Dauerausstellung, die zurzeit neu konzipiert wird, ist ein Bereich vorgesehen, der von den Ovambanderu zu Themen ihrer Geschichte bestückt werden wird. Wir freuen uns auf den Austausch! 

[Veranstaltung fand nach der 2G-Regel statt.]


Der „Arbeiter“ des belgischen Bildhauers George Minne (1911)© Städtisches Museum Braunschweig, Foto: Dirk Scherer

Neuzugänge im Städtischen Museum - Kostbare Skulpturen und Plastiken ergänzen die Sammlung

Im Oktober 2021 hat das Städtische Museum sechs Skulpturen bzw. Plastiken als Dauerleihgabe von "LETTER Stiftung" erhalten.
Dr. Bernd Ernsting, Vorstandsmitglied der in Köln ansässigen Stiftung, übergab Museumsdirektor Dr. Peter Joch die kostbaren, zwischen 1901 und 1929 entstandenen Bildwerke. Die Kunstwerke aus Bronze und Gips ergänzen die Bestände des Museums und sind im zweiten Obergeschoss des Hauses am Löwenwall zu besichtigen.

"LETTER Stiftung" wurde 1993 gegründet und widmet sich der Erforschung der deutschen Bildhauerkunst des 19. und 20. Jahrhunderts sowie der Graphik um 1900. Ihre reiche Kunstsammlung stellt die Stiftung Museen als Dauerleihgaben und für Ausstellungen zur Verfügung.

Neben dem im Foto abgebildeten "Arbeiter" des Bildhauers George Minne handelt es sich um folgende Werke:

Bildniskopf der Hildegard von Veltheim (1917) von Adolf von Hildebrand
"Mädchenkopf" von Bernhard Hoetger (um 1913)
"Fischotter“ von Max Esser (um 1929)
„Fechter“ von Hugo Lederer  (1901)
„Eva“ von Gottlieb Elsters  (1909)


Vorher – Nachher: Einblick in die Restaurierung einer Zunftlade

Im Besitz des Städtischen Museums Braunschweig befindet sich eine Zunftlade der Böttcher aus dem Jahr 1727. Diese wurde von zwei Studentinnen der Fachhochschule Potsdam im Rahmen der Abschlussarbeit umfangreich restauriert. Das Ergebnis der Restaurierung und ihre ausführliche Dokumentation wurden auf einem Online-Symposion in Potsdam vorgestellt. Sehen Sie hier den gekürzten Präsentationsfilm der beiden Studentinnen und bekommen Sie einen Einblick in die spannende Arbeit der Restaurierung!
Wir danken den beiden für ihr Einverständnis zur Nutzung des Films!


Dekolonisierung erfordert Dialog, Expertise und Unterstützung

Anlässlich der Jahreskonferenz 2019 der Direktor/innen der Ethnologischen Museen im deutschsprachigen Raum in Heidelberg wurde eine gemeinsame Stellungnahme der ethnologischen und Weltkulturen-Museen, Universitätsmuseen und -sammlungen sowie ethnologischen Abteilungen in Mehrspartenmuseen zu Dekolonisierung, Provenienz und Restitution verabschiedet. Auch Dr. Peter Joch unterzeichnete für das Städtische Museum Braunschweig.

Laden Sie hier die "Heidelberger Stellungnahme"PDF-Datei30,06 kB herunter. 
Download "Heidelberg Statement"PDF-Datei16,03 kB.

Kultur & Veranstaltungen

Forschungsprojekt PAESE

Das Städtische Museum Braunschweig ist Teilnehmer am Forschungsprojekt PAESE, das von der VolkswagenStiftung finanziert wird. Beteiligt sind neben dem Städtischen Museum Braunschweig die Landesmuseen Hannover und Oldenburg, das Roemer- und Pelizaeus-Museum in Hildesheim sowie die Ethnologische Sammlung der Universität Göttingen. Ziel von PAESE ist es, die Herkunft der Objekte in ethnographischen Sammlungen Niedersachsens zu erforschen und damit zur Aufarbeitung der kolonialen Geschichte an Museen beizutragen.