Städtisches Museum Braunschweig
Aktuelles
Lyrik im Lichthof. Lesung und Gespräch mit Esther Dischereit
25.8. 2026, 19:00 Uhr
„Jogginghose die eine in Pink“
Haus am Löwenwall, Steintorwall 14, 38100 Braunschweig
Der Eintritt ist frei.
Die gegenwärtige jüdische Lyrik in Deutschland ist vielfältig und vielstimmig. Esther Dischereit gilt als wichtige Stimme unter den Nachkommen der Shoa. Sie ist Lyrikerin, schreibt Prosa, Essays, auch journalistische Texte und ist Autorin von Theater- und Hörstücken.
In ihren Gedichten thematisiert Esther Dischereit Klage und Anklage – wie in den Klageliedern, gewidmet den Opfern und Überlebenden der NSU-Mordserie. „Blumen für Otello Über die Verbrechen von Jena“. Über die Einsamkeit eines Mannes, der auf einem Marktplatz vor aller Augen stirbt, während zwei Polizisten ihn in Bauchlage halten, „In Memoriam Ante P.“, über einen Drahtbügel, den protestierende Frauen zeigen. Wir lesen von einer grünstichigen Rose und einer Frau in pinkfarbener Hose, die „den Berg hinauf ...“ In ihrer Audioinstallation „Eichengrünplatz“, zu hören in der Stadt Dülmen, bewegen sich Elemente elektroakustischer Musik (Dieter Kaufmann) und Sprachfetzen ineinander.
Dischereits lyrische Form ist häufig ein verknapptes Sprechen, die Überlappung des Alltäglichen und singulär Erfahrenen mit politischer Gegenwart und nicht vergehenden Vergangenheiten. Die abrupte Unterbrechung und immer wieder das Nicht-Gesprochene, das Ausgelassene sind nicht nur Thema, sondern auch poetische Ausdrucksform.
Moderiert wird der Abend von Prof. Dr. Cord-Friedrich Berghahn. Der Braunschweiger Germanist ist Präsident des Israel Jacobson Netzwerks.
Die Veranstaltung wird von der Stadt Braunschweig gefördert und ist Teil des Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide 2026.
Erneuerung der Aufzugsanlage im Altstadtrathaus
Aufgrund der Erneuerung der Aufzugsanlage im Altstadtrathaus in der Zeit vom 22.06.2026 bis 11.08.2026 sind nicht alle Teile des Museums barrierefrei erreichbar. Wir bitten um Verständnis.
Zürcher Erklärung
Die Direktor:innen der Ethnologischen Museen im deutschsprachigen Raum, unter Ihnen das Städtische Museum Braunschweig, haben eine gemeinsame Erklärung zu den ethischen Grundsätzen musealer Arbeit herausgegeben. Schwerpunkte sind Fragen der Provenienzgeschichte und kolonialgeschichtlich belasteter Objekte.
Die Zürcher Erklärung finden Sie unter folgendem Link: