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Kurt-Seeleke-Platz

Bestandssituation

Das 1861 gegründete Städtische Museum Braunschweig mit seiner großen kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlung von 270.000 Objekten liegt nördlich des Löwenwalls, innerhalb des Wallrings. Im Vorfeld des Städtischen Museums laufen mehrere Straßenzüge zusammen bzw. dicht am Museum vorbei. Aufgrund dieser städtebaulichen Situation finden sich im Museumsumfeld unterschiedliche Bodenbeläge und unterschiedliche Typen von Leuchten und Hinweisschildern. Dieser Materialmix wurde dem Stellenwert des historischen Gebäudes und der darin befindlichen Nutzung nicht gerecht.

Das Gebäude selbst wurde saniert und umgebaut. Im Zuge der Baumaßnahme wurde der Haupteingang des Museums wieder an seinen ursprünglichen historischen Ort, vom Kurt-Seeleke-Platz an den Steintorwall verlegt. Diese Neuerschließung des Museums machten verschiedene bauliche Maßnahmen im Museumsumfeld zwingend erforderlich. Im Einzelnen wurden folgende Maßnahmen durchgeführt: Das zurzeit am Kurt-Seeleke-Platz vorhandene strahlenförmige Pflastermotiv, das optisch auf den in der 1970er Jahren installierten Haupteingang verweist, war durch die Rückverlegung des Haupteingangs überflüssig und wurde entfernt. Das Mosaik-kleinpflaster aus Grauwacke, das als Band im Gehwegbereich am Steintorwall, Löwenwall und Kurt-Seeleke-Platz verlegt wurde, blieb erhalten und wurde ergänzt. Dieses Band visualisiert den Weg zum neuen Haupteingang des Museums. Der Gehwegbereich am Steintorwall wurde verbreitert und bildet somit einen angemessenen Auftakt zum Städtischen Museum. Das von der Straße Am Magnitor ankommende Kleinpflaster in Granit wurde bis zur Bordsteinkante des Magnitorwalls ergänzt. Dadurch wurde an das historische Mosaikpflaster nur ein Material herangeführt und die Wegeführung zum Städtischen Museum auch baulich visualisiert.

Bestandssituation Steintorwall

Das Städtische Museum war historisch mit einer umlaufenden Grünfläche eingefasst. Im Laufe der Zeit wurde diese eindeutige Fassung durch diverse vorgelagerte Grünbeete verunklärt. Nun fasst ein umlaufendes ca. 15 cm hohes und 20 cm breites steinernes Band die dem Museum vorgelagerte Diese Grünfläche ist mit immergrünen Bodendeckern bepflanzt. Die Vorfläche ist gepflastert und damit wurde ein zusammenhängender großzügiger Platzbereich erzeugt, der durch das vorhandene historische Pflasterband abgeschlossen wird. Die vorhandene Skulptur von Jürgen Weber verbleibt am derzeitigen Standort, die Bänke befinden sich nun unmittelbar vor der Grünfläche am Museum, ebenso wie die Vitrine des Museums. Die im Eingangsbereich der 1970er zum Kurt-Seeleke-Platz/Magniviertel vorhandenen Bäume bleiben erhalten. Der großzügige Vorbereich, der zukünftig zum Haupteingang führt, wird seitlich von drei Sitzbänken gesäumt. Ebenso wurden im Vorfeld der vorgelagerten Grünfläche drei Bänke aufgestellt. Vor dem Haupteingang wurde ein Schaukasten aufgestellt, der Informationen des Museums bereithält.

Fertigstellung