Neues Leben im Hochspannungspark
Zwischen Donaustraße und Am Lehmanger ist ein neuer grüner Freiraum für Spiel, Sport und Erholung entstanden. Der Hochspannungspark wurde umfassend modernisiert und steht nun als vielseitiger Treffpunkt für alle Generationen zur Verfügung.
Zuvor handelte es sich bei der Fläche um einen wenig gestalteten Grünstreifen unter der Hochspannungsleitung, der die Weststadt durchquert und überwiegend als Durchgangsraum genutzt wurde. Möglichkeiten zum Verweilen waren kaum vorhanden, die Fläche wirkte in die Jahre gekommen und bot keine spezifischen Angebote für unterschiedliche Altersgruppen.
Mit der Umgestaltung wurde das Potenzial der weitläufigen Fläche genutzt, auf der aufgrund der Freihaltestreifen zur Hochspannungsleitung keine höheren baulichen Anlagen möglich sind. Im Abschnitt zwischen Donaustraße und Am Lehmanger ist so ein moderner Park entstanden, der die Wohnumgebung und die Außenanlagen im Donauviertel deutlich aufwertet und als attraktiver Anziehungspunkt für die gesamte Weststadt dient.
Geplant wurde der Hochspannungspark vom Hildesheimer Büro HNW Landschaftsarchitektur im Auftrag der Stadt Braunschweig. Entstanden ist ein Ort mit vielfältigen Aufenthaltsqualitäten für alle Altersgruppen. Dazu zählen eingefasste Spiel- und Sportinseln mit modernen Spielgeräten für Kinder sowie eine Calisthenics-Anlage für Fitnessbegeisterte. Sonnenschutzelemente sorgen an warmen Tagen für schattige Aufenthaltsbereiche. Mit dem Donaugarten ist zudem ein ruhiger Rückzugsort mit neu gepflanzten Bäumen und einem einladenden Picknickplatz entstanden.
Bewegung und Entspannung werden im Hochspannungspark miteinander verbunden: Zwei asphaltierte, teils markierte Laufbahnen eignen sich sowohl für Läuferinnen und Läufer als auch für Rollfahrer. Eine der Bahnen folgt den Höhenmodulationen der sogenannten „Donauwellen“, die bereits im städtebaulichen Gesamtkonzept (Öffnet in einem neuen Tab) als prägendes Gestaltungselement vorgesehen waren. Entlang dieser Wellen laden Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein. Der bei den Bauarbeiten anfallende Bodenaushub wurde direkt vor Ort genutzt, um diese modellierten Geländeformen herzustellen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf einer naturnahen und nachhaltigen Gestaltung. Großzügige Blühwiesen und freiwachsende Blühhecken stärken die Biodiversität und die grüne Infrastruktur im Quartier. Die Hauptwege wurden in Asphaltbauweise ausgeführt, während Nebenwege mit einer wassergebundenen Wegedecke angelegt sind.
Der Hochspannungspark stärkt zudem die Fuß- und Radwegeverbindungen im Quartier. Perspektivisch wird eine bessere Anbindung an das Ringgleis geprüft, unter anderem über das Grundstück der ehemaligen Gärtnerei am Lehmanger 14.
Begleitet wurde die Planung des Parks durch umfangreiche Beteiligungsprozesse. Im September 2023 brachten Anwohnerinnen und Anwohner bei einer Beteiligung vor Ort ihre Ideen und Wünsche ein. Es folgte im Oktober 2023 eine Kinder- und Jugendbeteiligung im Kinder- und Teeny-Klub „Weiße Rose“. Ergänzend konnten über mehrere Herbstwochen hinweg Anregungen online und im Postkartenformat eingebracht werden. Auch der Austausch mit der lokalen Calisthenics-Community Cali38 floss maßgeblich in die Planung ein. Viele der Hinweise wurden direkt berücksichtigt, unter anderem bei der Gestaltung der Calisthenics-Anlage, der Auswahl der Spielgeräte sowie bei Aufenthalts- und Entspannungselementen.
Der Hochspannungspark wurde im Zeitraum von März bis Dezember 2025 realisiert, die Aussaatarbeiten für Pflanz- und Rasenflächen erfolgten im Frühjahr 2026 . Mit dem neuen Hochspannungspark ist ein lebendiger Raum für Bewegung, Begegnung und Erholung entstanden – ein deutlicher Gewinn für das Donauviertel und die gesamte Weststadt.
Fertigstellung: 2026