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Erinnerungskultur

Informationen zur Corona-Pandemie

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Besucherinnen und Besucher unserer Internetseite,

angesichts der aktuellen Situation der Corona-Pandemie bleiben, wie Sie aus den Medien erfahren haben, unsere Einrichtungen vorerst geschlossen und alle Veranstaltungen mussten abgesagt werden.

Bitte informieren Sie sich auf unserer Seite gern nach den neuen Entwicklungen, vor allem nach dem Beginn der Wiederaufnahme unserer Programms.

Damit auch alle unsere Gäste diese Informationen zu Schließungen etc. erhalten setzen wir hier eine Nachricht in englischer Sprache ein.

 

Wir hoffen, Sie bald wieder bei unseren Veranstaltungen begrüßen zu können.


Aktuelles

© Axel BaltzerBild „Lesen verboten!“

„Lesen verboten!“

Mit dem Projekt „Lesen verboten!“ macht der Fachbereich Kultur und Wissenschaft auf den 88. Gedenktag der Bücherverbrennung aufmerksam. Es erinnert an die Dichterinnen und Dichter, deren Bücher verbrannt wurden, an die, die ermordet wurden, und an die, die nur durch die Flucht dem Schreibverbot, drohenden Repressalien oder dem Tod entkamen, verhaftet wurden oder in der inneren Emigration überlebten.

Das Online-Programm im Mai vom Raabe-Haus:Literaturzentrum erinnert mit dem Projekt „Lesen verboten!“ mit Audiofiles an Schriftstellerinnen und Schriftsteller, deren Bücher auf der ‚Schwarzen Liste‘ standen und verbrannt wurden.
Die Texte wurden von der Schauspielerin Verena Noll und den Schauspielern Andreas Jäger und Ronald Schober eingelesen.

10. Mai 1933 – Erinnerung an die Bücherverbrennung vor 88 Jahren

„Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“ Dieses Zitat von Heinrich Heine sollte am 10. Mai 1933 zur bitteren Realität werden.

Unter der Führung des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes (NSDStB) wurde nicht nur in Braunschweig, sondern auch in 21 weiteren Universitätsstädten, ein Scheiterhaufen aus Büchern gebaut, welcher dann unter Beobachtung der Bewohner zum Brennen gebracht wurde. Die öffentliche Verbrennung sollte den Kampf der Nationalsozialisten gegenüber Andersdenkende zum Ausdruck bringen. Heute erinnert eine Gedenkplatte auf dem Schlossplatz an das erschütternde Ereignis.

Am 10. Mai zogen Studentinnen und Studenten mit ihrem Rektor an der Spitze von der Technischen Universität los. Die Bücherverbrennung im Rahmen der „Aktion wider den undeutschen Geist“ erfolgte auf dem Schlossplatz. Während der Vorsitzende der Studentenschaft seine Rede hielt, wurden unter Beaufsichtigung etlicher Anhängerinnen und Anhänger Bücher in das Feuer geworfen. Dabei verbrannten 640 Bücher aus der Bibliothek der Technischen Hochschule, 240 Bücher aus der Bücherei des Studentenwerks und ungefähr 117 Bände aus der Öffentlichen Bücherei.

Grafik Schwarze Liste

An diesem Tag soll an die Schriftstellerinnen und Schriftsteller erinnert werden, die nur durch Flucht dem Schreibverbot, den drohenden Repressalien oder dem Tod entkamen. Nur wenige von ihnen hatten die Möglichkeit, ihre Bücher im Ausland zu veröffentlichen.

Aus folgenden Büchern wird gelesen

Zu den Audiofiles kommen Sie hier.

Arthur Holitscher: Schlafwandler (1919)

Irmgard Keun: Das kunstseidene Mädchen (1932)

Kurt Tucholsky: Hitler und Goethe (1932)

Gustav Meyrink: Der Golem (1915)

Albert Einstein/Sigmund Freud: Warum Krieg? Ein Briefwechsel (1932)

Erich Maria Remarque: Im Westen nichts Neues (1929)

Heinrich Heine: Florentinische Nächte (1836)

Stefan Zweig: Die Welt von Gestern (posthum 1942)

 


Information on Coronavirus - english version

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In view of the current situation of the Corona pandemic, as you have learned from the media, our facilities are closed an unpredictable period of time, and all events had to be cancelled.
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Die Bemühungen um eine aktive und differenzierte Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit finden im Dezernat Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig ein Forum.

Mit dem Ziel, verschiedene Projekte und Initiativen in diesem Bereich zu verbinden und damit ein gesamtstädtisches "Vernetztes Gedächtnis" zu schaffen, wurde das sogenannte Gedenkstättenkonzept der Stadt Braunschweig entwickelt. Einzelprojekte des Konzepts wurden bereits realisiert. Seit 2000 sind insbesondere drei Orte entstanden, an denen Trauer, Gedenken und Nachdenken ihren Raum finden: die gestaltete Erinnerungsstätte auf dem Friedhof Hochstraße, die Gedenkstätte KZ-Außenlager Braunschweig Schillstraße und die Erinnerungsstätte für verfolgte und ermordete Braunschweiger Sinti im Altbau des Rathauses.

Darüberhinaus erinnern Gedenkplatten im Stadtbild an den Nationalsozialismus sowie an die Teilung und die Einheit Deutschlands.