Dokumentation der CTC Konferenz 2026
Fachvortrag "Mehr als verhindern: Wie Prävention junge Menschen stark macht - Von Risiko- und Schutzfaktoren, positiver Bildung, Lebenskompetenzen und kommunaler Strategie"
Referent: Dr. Tobias Rahm, AWO Kreisverband Braunschweig e. V.
Gute Prävention beginnt nicht erst dort, wo Probleme sichtbar werden. Sie fragt, welche Bedingungen, Beziehungen und Kompetenzen Kinder und Jugendliche brauchen, um gesund aufzuwachsen und ihr Potenzial zu entfalten. Der Vortrag vermittelt Grundlagen zum klassischen Präventionsbegriff und erweitert den Blick hin zu einem themenübergreifenden Präventionsverständnis mit Fokus auf die Stärkung sozio-emotionaler Kompetenzen. Ausgehend vom Braunschweiger CTC-Prozess werden wichtige Bedingungen wirksamer Maßnahmen behandelt und anhand von Beispielen aus dem CTC-Projekt "Psychische Gesundheit und Wohlbefinden" veranschaulicht.
Workshop 1: Der Weg zu einer themenübergreifenden Erziehung und Prävention - nach dem Runderlass "Gewaltprävention und -intervention zur Sicherheit in Schulen"
(in Zusammenarbeit mit Kinder- und Jugendhilfe, Polizei und Staatsanwaltschaft)
Referent/Referentin: Mario Jansen, Gemeinde- und Unfallversicherung Hannover / Landesunfallkasse Niedersachsen und Bettina Rohse, Regionales Landesamt für Schule und Bildung
• Warum brauchen Schulen ein themenübergreifendes Präventionskonzept
und wie kann dieses den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler
• Wie kann ein solches Präventionskonzept konkret aussehen
• Welche Ansätze und Schritte eignen sich, um ein themenübergreifendes
Präventionskonzept in der eigenen Schule zu entwickeln?
Die Freigabe zur Veröffentlichung dieser Präsentation steht noch aus, ein Download ist zurzeit noch nicht möglich.
Workshop 2: Erfolgskriterien für die nachhaltige Umsetzung von Präventionsprogrammen
Referent: Frederick Groeger-Roth, Landespräventionsrat Niedersachsen
Die Wirksamkeit von Präventionsprogrammen hängt nicht nur von der
bedarfsgerechten Auswahl geeigneter Maßnahmen ab, sondern auch davon, wie
diese in Einrichtungen wie Kita und Schule umgesetzt werden. Die aus der
Forschung bekannten Erfolgskriterien für eine gute Umsetzung hängen
zudem eng mit den Kriterien für eine nachhaltige Verankerung von Präventions-
programmen in den Einrichtungen zusammen. In dem Workshop werden die
bedeutsamsten Erfolgskriterien für eine wirksame und nachhaltige Umsetzung
vorgestellt und mit den Teilnehmenden wird erarbeitet, wie diese Kriterien in
der praktischen Arbeit besser berücksichtigt werden können.
WS3: „Erfolgreich Beziehungen gestalten: Herzsprung – Freundschaft, Liebe und Sexualität ohne Gewalt“
Referentinnen: Johanna Schlicht, Deutscher Kinderschutzbund Nds. und Tina Wellmann, Kinderschutz-Zentrum Hannover
Die Teilnehmenden lernen Herzsprung als konkretes Beispiel eines
Gewalt-Präventionsprogramms kennen. Nach einer kurzen Vorstellung des
Programms setzen sich die Teilnehmenden anhand ausgewählter Übungen und
Methoden aus der praktischen Arbeit mit Jugendlichen mit dem
Präventionsansatz von Herzsprung auseinander. Dabei werden Auszüge des
Programms exemplarisch näher erprobt und gemeinsam reflektiert, welche
Ansätze und Methoden sich auf die eigene Präventionsarbeit übertragen lassen.
Die Freigabe zur Veröffentlichung dieser Präsentation steht noch aus, ein Download ist zurzeit noch nicht möglich.
WS4: „Präventionskonzepte – Jugendliche in die Entwicklung einbinden“
Referentin: Vivien Voit, FINDER Akademie
Wie gelingt Schulentwicklung, wenn Jugendliche wirklich mitgestalten –
statt nur angehört zu werden? Im Weitblick-Prozess werden Schüler:innen aktiv
in die Entwicklung von Präventionskonzepten eingebunden. Der Workshop zeigt
anhand von Praxisbeispielen die verschiedenen Stufen der Partizipation und
deren Wirkung – auf den Präventionsprozess und auf die Jugendlichen selbst. Im
Zentrum steht die Frage, worin sich Anhören und Mitentscheiden unterscheiden
und was das für die Wirksamkeit von Präventionskonzepten bedeutet: Erlebte
Mitwirkung zählt zu den Schutzfaktoren für gesundes Aufwachsen. Im
praktischen Teil reflektieren die Teilnehmenden, auf welcher
Partizipationsstufe die Schulen in ihrem Umfeld stehen und welche nächsten
Schritte realistisch sind.
WS5: Workshop: „Soziale Kompetenzen messbar machen - Schulentwicklung mit ‚Weitblick‘“
Referentin: Katrin Hayn, FINDER Akademie
Speziell für Grundschulen: Mit dem neuen niedersächsischen Erlass
„Gewaltprävention und -intervention zur Sicherheit in Schulen“ (in Kraft seit
01.08.2026) sind Schulen aufgefordert, Gewaltprävention systematisch in ihrer
Schulentwicklung zu verankern und ein tragfähiges, fortlaufend aktualisiertes
Präventionskonzept vorzuhalten. Der Weitblick-Prozess bietet Grundschulen
genau hierfür einen praxiserprobten, wissenschaftlich fundierten Rahmen:
Der Workshop wirft einen vertiefenden Blick auf den CTC-Grundschulsurvey als
datenbasierte Grundlage und stellt Weitblick als Prozessbegleitung vor.
Besonders interessant für Startchancen-Schulen: Anhand von anonymisierten
Schulbeispielen wird gemeinsam diskutiert, wie sich Erlass-Vorgaben und
Startchancen-Ziele mit einer nachhaltigen Präventionsarbeit im Schulalltag
verbinden lassen.
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Fachvortrag "Mehr als verhindern: Wie Prävention junge Menschen stark macht - Von Risiko- und Schutzfaktoren, positiver Bildung, Lebenskompetenzen und kommunaler Strategie"
Referent: Dr. Tobias Rahm, AWO Kreisverband Braunschweig e. V.
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Workshop 2: Erfolgskriterien für die nachhaltige Umsetzung von Präventionsprogrammen
Referent: Frederick Groeger-Roth, Landespräventionsrat Niedersachsen -
Workshop 4: Präventionskonzepte - Jugendliche in die Entwicklung einbinden
Referentin: Vivien Voit, FINDER Akademie -
Workshop 5: Soziale Kompetenzen messbar machen - Schulentwicklung mit "Weitblick"
Referentin: Katrin Hayn, FINDER Akademie