Braunschweig zeigt Haltung - für Vielfalt, gegen Ausgrenzung (ab 2025)
Leitgedanken, Kernelemente und Ziele des Konzeptes
Das neue Konzept steht für die zeitgemäße Weiterentwicklung der kommunalen Integrationsplanung.
Es begreift Integration nicht als Herausforderung einzelner Gruppen, sondern als gemeinsame Gestaltungsaufgabe einer offenen, demokratischen Stadtgesellschaft.
Leitgedanken:
- Vielfalt ist Realität, Ressource und Verantwortung zugleich.
- Teilhabechancen werden in ihrer Mehrdimensionalität betrachtet
- Diskriminierung wird aktiv entgegengewirkt.
- Vielfalt wird als Querschnittsaufgabe in Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft verstanden.
Kernelemente:
- ressortübergreifende Zusammenarbeit
- verbindliche Leitlinien und Zielsetzungen
- gezielte Beteiligung relevanter Akteur*innen
- Anschlussfähigkeit an bestehende Konzepte
Ziel ist es, die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Einwanderungsgeschichte umfassend zu fördern und strukturelle Benachteiligungen abzubauen. Dabei steht die Ermöglichung von gesellschaftlicher, sozialer, wirtschaftlicher und politischer Mitwirkung im Mittelpunkt.
Die Förderung der Teilhabe wird als dynamischer, vielschichtiger Prozess verstanden, der nicht nur die Zugänge für Menschen mit Einwanderungsgeschichte verbessert, sondern auch die Rahmenbedingungen in der Aufnahmegesellschaft so gestaltet, dass Vielfalt als Bereicherung gelebt wird. Es geht um gegenseitige Anerkennung, Wertschätzung und den Abbau von Barrieren, die Teilhabe erschweren.
Beteiligungsprozess ab 2026
Die Stadt Braunschweig beabsichtigt, ihre kommunale Integrationsplanung fortzuschreiben bzw. neu zu entwickeln. Ziel ist die Entwicklung eines strategischen, wirkungsorientierten und langfristig steuerungsfähigen Integrationskonzepts unter breiter Beteiligung relevanter Akteurinnen und Akteure aus Verwaltung, Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wohlfahrtspflege, migrantischen Selbstorganisationen sowie betroffenen Zielgruppen.
Die kommunale Integrationsplanung orientiert sich an einem mehrdimensionalen Steuerungsmodell mit:
- funktionalen Steuerungsdimensionen,
- inhaltlichen Handlungsfeldern,
- spezifischen Wirk- und Problembereichen innerhalb der Handlungsfelder,
- sowie einer wirkungsorientierten Maßnahmen- und Governance-Architektur.
Der Beteiligungsprozess dient insbesondere:
- der Validierung und Weiterentwicklung bestehender Handlungsfelder und spezifischer Handlungsfelder,
- der Identifikation von Bedarfen, Zugangsbarrieren und strukturellen Herausforderungen,
- der gemeinsamen Entwicklung von Maßnahmen und Lösungsansätzen,
- der Priorisierung und Steuerung zukünftiger Maßnahmen,
- sowie der Schaffung einer tragfähigen kommunalen Governance-Struktur.
Der Beteiligungsprozess gliedert sich in vier Phasen sowie einen Integrationsgipfel als verbindendes Beteiligungsformat:
- Phase 1 – Bedarfs- und Problemanalyse
Integrationsgipfel - Phase 2 – Maßnahmenentwicklung und Co-Design
- Phase 3 – Governance, Priorisierung und Umsetzungssteuerung
- Phase 4 – Umsetzung, Rückkopplung und Weiterentwicklung der entwickelten Maßnahmen (konzeptionelle Vorbereitung)
Phase 1 wird voraussichtlich Ende 2026 starten.
Beteiligungsmöglichkeiten werden über mitreden.braunschweig.de bekanntgegeben. Die Seite befindet sich aktuell noch im Aufbau und wird bekannt gegeben, sobald sie online ist.