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5 - Steintorbrücke

Die Steintorbrücke verbindet am Steintor die Promenade (Museumstraße/Steintorwall) mit der Hauptausfallstraße nach Osten (Helmstedt, Magdeburg). Bestehende Brücke 1914/15 errichtet. Als Baudenkmal geschützt.

© © S. Kotyrba

Das bestehende Brückenwerk

Lage
Die Steintorbrücke führt über den östlichen Umflutgraben und verbindet die Hauptausfallstraßen nach Osten, in Richtung Helmstedt und Magdeburg (Helmstedter Straße) mit der Innenstadt. Die Lage der Steintorbrücke geht auf die Verlegung des Steintors im Jahr 1700 zurück.
Bedeutung
Das Steintor war eines der drei Stadttore des Weichbildes Hagen und leitete den Verkehrsweg aus der mittelalterlichen Metropole Magdeburg in die Stadt. Gestaltung der Brücke in Anlehnung an den klassizistischen Vorgängerbau.
Planungs- und Bauzeit
1911-13 (Planung) 1914/15 (Bauzeit)
Architekt/Ingenieur
Gustav Menadier (Städtische Bauverwaltung)
Länge
35,00 m
Breite
18,55 m
Stützweite
19,00 m
Lichte Höhe
3,00m
Konstruktion
Stahlbeton-Bogenbrücke, Mauerwerk, integrierte Bedürfnisanstalt am stadtseitigen Brückenkopf (1979 geschlossen)
Umbauten/Reparaturen
1971, 1984, 1995, 2007 (umfassende Sanierung)

Die Vorgängerbauten

Klassizismus

1819-21
Brückenneubau im Zuge der Umgestaltung der Wallanlagen zum Promenadenring
Architekt/Ingenieur
Peter Joseph Krahe
Baukosten
16.088 Thaler 11 Groschen 7 Pfennige
Konstruktion
Widerlager in Natursteinmauerwerk, Brückenbögen in Eichenholz (Balken-/Sprengwerkkonstruktion), Belag mit Holzbohlen, Gusseisengeländer, außenseitige Verkleidung der Brückenbögen (Imitation von Steinarchitektur)
Reparaturen/Umbauten
1838, 1877 (Abbruch der Barriere), 1893: Kostananschlag zum Abbruch und Neubau der Steintorbrücke

Barock

1700
Verlegung und Neubau des äußeren Steintors im Zusammenhang mit der Anlage der barocken Bastionärbefestigung
1706/07
Neubau der Ravelinbrücke (Bastionsinsel-Feldseite), Baukosten: 671 Thaler 27 Groschen
1734
Neubau beider Brücken (Stadtseite – Bastionsinsel, Bastionsinsel-Feldseite), Baukosten: 10.907 Thaler 8 Groschen 7 Pfennige
1762
Teilabbruch der Brücke (Belagerung im siebenjährigen Krieg)
1768
Wiederaufbau der Ravelinbrücke
Konstruktion
Holzbrücken mit Sprengwerkkonstruktionen und steinernen Widerlagern sowie integrierten Zugbrücken

Renaissance

1606
Vogelschaubild der Stadt Braunschweig:
Holzbrücke über den äußeren Graben
1667
Neubau des äußeren Walltores, dabei wohl Um- oder Neubau der äußeren Grabenbrücke

Mittelalter

14./15. Jh.
Schaffung eines zweiten, äußeren Wallgrabens, Errichtung einer Holzbrücke

Die innere Steintorbrücke (Steinweg)

2. Hälfte 12. Jh.
Gründung des Weichbildes Hagen und Bau einer Stadtmauer, Errichtung einer ersten Holzbrücke vor dem Stadteingang.
Anfang 13. Jh.
Errichtung des steinernen Mauerrings mit Tortürmen um die Gesamtstadt.
1581-95
Umbau der Toranlage, dabei wohl Neubau der Brücke über den inneren Graben als doppelbogiger Massivbau.
1606
Vogelschaubild der Stadt Braunschweig: Steinbogenbrücke über den inneren Graben
1817, 1824, 1825
Kostenanschläge für die Verbreiterung der Grabenbrücke
1838
Verbreiterung der Brücke, Entwurf: Baumeister Köllsch
1870/80
Schrittweise Verrohrung des inneren Grabens, Zuschüttung der Brücke.
1964
Freilegung eines Brückenbogens während einer Straßenbaumaßnahme vor dem Staatstheater.
Lage:
Die ehemalige Brücke vor dem Steintor führte über den inneren Stadtgraben des ehemaligen Weichbildes Hagen.