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Vorschau

© Städtisches Museum Braunschweig

Alte Neue Welt. Fotografien von Andreas Feininger

Ab dem 13. Februar 2022 zeigt das Städtische Museum eine Sonderausstellung
zu dem bekannten Fotografen Andreas Feininger (1906–1999). Feininger, vielen sicher bekannt durch seinen ebenso berühmten Vater, den Maler Lyonel Feininger, wurde in Paris geboren und wuchs in Deutschland auf. Nach verschiedenen Stationen wie u.a. dem Architekturstudium am Bauhaus in Weimar wanderte er 1939 mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs nach New York aus. Er entdeckte als Fotograf die Skyline der Metropole, schuf viele inzwischen weltbekannte Amerika-“Ikonen“. Andreas Feininger erlangte mit seinen teils sehr spektakulären Aufnahmen aus dem New York der vierziger und fünfziger Jahre einen internationalen Ruf: Seine Architekturfotografien zählen zu den herausragenden Werken der Kunstgeschichte.
Überdies gewann Andreas Feininger mit seinen zahlreichen Publikationen zur Fototheorie und -technik weltweite Bedeutung auch als Lehrer.

In der Ausstellung, die bis zum 14. August 2022 läuft, werden rund 260 Fotografien von Andreas Feininger aus der Sammlung des Zeppelin Museums Friedrichshafen gezeigt. Das Team des Städtischen Museums Braunschweig freut sich, einen umfassenden Überblick zu diesem wichtigen und wegbereitenden Künstler präsentieren zu können.


Rechenmaschine der Firma Brunsviga, Modell 13 RK. Diese Sprossenradmaschine hatte die weiteste Verbreitung aller Brunsviga-Maschinen. Sie wurde von 1952 bis ca. 1965 produziert.© Städtisches Museum Braunschweig

Von Menschen und Maschinen - Neue Dauerausstellung zur Braunschweiger Industriegeschichte

Im 188 m² großen Gaußsaal des Altstadtrathauses entsteht eine Dauerausstellung, die die Übersicht zur Stadtgeschichte im Kellergewölbe um ein wichtiges Kapitel der Braunschweiger Geschichte ergänzt: Die Entwicklung und internationale Bedeutung von Industrieunternehmen, die zwischen 1850 und 1960 in Braunschweig und der Region ansässig waren. Ausgewählt sind vor allem Unternehmen, die in Braunschweig und Region gegründet wurden, maschinell produziert, eigene Produkte entwickelt und Innovationen hervorgebracht haben. Deswegen liegt der Schwerpunkt auf den Bereichen Maschinen- und Fahrzeugbau, Konservenindustrie und optische Industrie. Am Beispiel der ausgewählten Unternehmen sollen zudem die Auswirkungen der Industrialisierung auf die Gesellschaft aufgezeigt werden. Themen wie die Arbeiterschaft und Frauenerwerbsarbeit finden dabei besondere Berücksichtigung.


Elsa Daubert, Emmy (Galka) Scheyer im Garten© Städtisches Museum Braunschweig

Galka Scheyer und die Blaue Vier - Feininger, Jawlensky, Kandinsky, Klee

In Kooperation mit dem Herzog Anton Ulrich-Museum plant das Städtische Museum Braunschweig eine große Sonderausstellung über die jüdische Kunstförderin Galka Scheyer und die revolutionäre Kunst der Blauen Vier. Zusammen mit dem Avantgardisten Alexej von Jawlensky und den Bauhaus-Visionären Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky und Paul Klee gründete die gebürtige Braunschweigerin 1924 die Verkaufsgemeinschaft „Die Blaue Vier“ mit dem Ziel, die Werke der Künstler in den USA zu vermarkten. Als eine der ersten übte Scheyer das neue Berufsbild der Kunstagentin aus und entwickelte innovative Marketingstrategien. Analog zu den Kunstförderinnen Katherine S. Dreier, Peggy Guggenheim und Hilla von Rebay leistete sie wichtige Pionierarbeit für die Rezeption moderner Kunst in den USA, wo sie bis zu ihrem Tod 1945 in Hollywood lebte. Das Kooperationsprojekt erschließt ein wesentliches Forschungsdesiderat im Bereich der Gender- und Kunstmarktforschung und präsentiert das Thema erstmals in Scheyers Geburtsstadt Braunschweig.