Vorschau
Ich war eine Dose! – zeitgenössische Auseinandersetzungen mit der Braunschweiger Lackwarenmanufaktur Stobwasser
9.10. bis 15.11.2026
Haus am Löwenwall
Für die Ausstellung „Ich war eine Dose! – zeitgenössische Auseinandersetzungen mit der Braunschweiger Lackwarenmanufaktur Stobwasser“ haben sich Studierende der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig aus zeitgenössischer Perspektive von der Braunschweiger Lackwarenmanufaktur Stobwasser inspirieren lassen.
Entstanden sind Gemälde, Objekte und Installationen, die unterschiedliche Aspekte der Manufaktur und ihrer Produktion aufgreifen und sie mit unserer Gegenwart verknüpfen. Die Arbeiten nähern sich den historischen Lackdosen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Während einige Künstler:innen von der Dose selbst und ihrer Funktion als Behältnis ausgehen, beschäftigen sich andere dem Herstellungsverfahren oder den Motiven, mit denen Stobwasser seine Produkte bemalen ließ – originalen Kunstwerken oder Nachempfindungen bekannter künstlerischer Meisterwerke. Entsprechend vielfältig sind auch die Medien, die die Künstler:innen bei ihren Neuinterpretationen einsetzten: Die Ausstellung umfasst Malerei, Objekte, Installationen und Videoarbeiten.
"Ich war eine Dose!“ eröffnet damit unterschiedliche Zugänge zu einem wichtigen Kapitel der Braunschweiger Kulturgeschichte und zeigt, wie historische Objekte zum Ausgangspunkt für zeitgenössische künstlerische Auseinandersetzungen werden können.
Die Lackwarenmanufaktur Stowasser wurde 1763 in Braunschweig gegründet. Dank innovativer Produktions- und Marketingstrategien entwickelte sie sich zum Marktführer.
Studierende der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig: Genady Arkhipau, Helena Beckert, Rebekka Beischall, Amelie Besse, Nicolas Delorme, Jakob Dierkes, Lukas Gerbaulet, Anna Görnitz, Justin Hanuschik, Luise John, Kristina Reispich.
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Richard Borek Stiftung und der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und vom 09.10. bis 15.11.2026 zu sehen.
Tomahawk und Trommel – Indigene Andenken aus der Zeit der Amerikanischen Revolution in Deutschland
Laufzeit der Ausstellung: 10. November 2026 bis 11. April 2027
Städtisches Museum Braunschweig, Haus am Löwenwall
2026: Zum 250. Mal jährt sich die Erklärung der amerikanischen Unabhängigkeit. Dieses Ereignis erfuhr und erfährt sehr unterschiedliche Bewertungen. In westlichen Gesellschaften gilt die Unabhängigkeitserklärung als Geburtsstunde der amerikanischen Demokratie. Für viele indigene Gemeinschaften hingegen war sie als Teil des größeren Kontexts der Amerikanischen Revolution, die auch als Unabhängigkeitskrieg bekannt wurde, eine historische Zäsur mit Auswirkungen bis in die Gegenwart.
Ein Aspekt dieser militärischen Auseinandersetzung, die von 1775 bis 1783 währte, war der Einsatz Braunschweiger und anderer deutscher Hilfstruppen und indigener Krieger, die zeitweise als Alliierte von Kanada aus als Verbündete der Briten kämpften. Hiervon zeugen heute noch rund 80 indigene Objekte, die in deutschen Museen überdauert haben.
Die Ausstellung „Tomahawk und Trommel – Indigene Andenken aus der Zeit der Amerikanischen Revolution in Deutschland“, die dank der großzügigen Förderung durch die Terra Foundation for American Art realisiert werden kann, entsteht im Dialog mit Nachfahren einiger der einst beteiligten indigenen Gruppen. Das drückt sich auch in einem neuen Blick auf die teilweise einzigartigen Objekte aus.
Hierauf nimmt auch der Haupttitel der Ausstellung Bezug. Während dieser als solcher den Eintrag der ersten Sammlung ihrer Art im Eingangsbuch des Städtischen Museum spiegelt und „Tomahawk“ auf den genannten militärischen Einsatz Braunschweiger Soldaten an der Seite indigener Krieger anspielt, ist die „Trommel“ der Ausgangspunkt der Ausstellung. Es war die Beschäftigung mit eben dieser Trommel, die letztlich zum Entstehen der Ausstellung mit ihrem Kernanliegen geführt hat, indigenen Perspektiven einen zentraleren Platz einzuräumen.
Neue Köpfe im Museum – Neuerwerbungen
6.12.2026 bis 18.4.2027
Haus am Löwenwall