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Demokratiekonferenz Braunschweig 2022

„Demokratie leben!“ Braunschweig und das städtische Büro für Migrationsfragen laden alle Braunschweiger*innen ein: 

Demokratiekonferenz 2022: „Demokra-Kiez: Wir gestalten unsere Stadt!“ TEIL 2

Donnerstag 24. März 2022 

16:00 Uhr bis 19:00 Uhr

online über Zoom

 

Die diesjährige Demokratiekonferenz findet im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ unter dem Motto „Haltung zeigen“ statt. 

 

Am 16. Dezember 2021 trafen sich Braunschweiger Bürger*innen und zivilgesellschaftliche Akteur*innen sowie Politik und Verwaltung zum 1. Teil der Demokratiekonferenz. In verschiedenen Workshops über aktuelle gesellschaftspolitische Themen wie geschlechtliche Vielfalt, zivilgesellschaftliches Engagement, Stadtteilarbeit, Verschwörungserzählungen, Rechtsextremismus in Braunschweig u.v.m.  fand ein interessierter Austausch statt. 

Welche Auswirkungen gibt es auf unsere Braunschweiger Stadtgesellschaft? Was wünschen wir uns für unser demokratisches Zusammenleben in Braunschweig? Und was können wir konkret tun, um unsere Stadt demokratisch(er) zu gestalten? 

Im 2. Teil der Demokratiekonferenz wollen wir an diese Leitfragen anschließen und mit Ihnen konkrete Aktionen und Projekte zu den bestehenden sowie neuen Workshop-Themen entwickeln.

Ablauf

Nach einer kurzen Begrüßung und Rückblick auf den 1.Teil, folgt eine Vorstellung der Vernetzungs- und Fördermöglichkeit durch „Demokratie leben!“ Braunschweig. 

Anschließend geht es in eine intensive Arbeitsphase in den digitalen Workshops mit folgenden Themen: 

 

(1) Klischeefreies politisches Engagement!

Ausgehend von den Rollenklischees, mit denen Politikerinnen konfrontiert werden, wollen wir uns die Strukturen ansehen und im zweiten Teil der Demokratiekonferenz konkrete Gegenstrategien diskutieren. 

Marion Lenz | Gleichstellungsreferat Stadt Braunschweig

(2) Struktureller Rassismus

Struktureller Rassismus ermöglicht es, dass Menschen nach geschriebenen oder nicht-geschriebenen Regeln aufgrund ihrer Herkunft oder zugeschriebenen Herkunft benachteiligt werden. Dabei wird gelegentlich übersehen, dass gleiche Regeln für alle nicht unbedingt faire Regeln sind. In diesem Workshop werden Merkmale und Auswirkungen von strukturellem Rassismus in unserer Stadtgesellschaft diskutiert, verschiedene Wahrnehmungen „im System“ miteinander verglichen und mögliche Lösungsansätze aus verschiedenen Perspektiven angeregt. 

Adama Logosu-Teko | Haus der Kulturen Braunschweig

(3) Barrierefrei(er) posten - Zivilgesellschaftliches Engagement im Netz

Social Media Kanäle wie Instagram, Facebook und TikTok spielen eine immer größer werdende Rolle für politische Bildung und Demokratieförderung. Vor allem die Vereinnahmung dieser Plattformen durch rechtsextremen Gruppierungen und Verschwörungserzähler*innen mit Fehlinformationen und Hetze erfordert digitales zivilgesellschaftliche Engagement.

In diesem interaktiven Workshop werden wir gemeinsam ausprobieren, wie Ihr eure Inhalte ansprechend und barrierefrei vermitteln könnt. 

In einer Inputphase klären wir Fragen wie: Welche Barrieren und Gegenstrategien gibt es? Was ist der Unterschied zwischen Leichter und einfacher Sprache? Wie funktioniert gendern? Danach werden wir den Input anhand eigener Beiträge ausprobieren und/oder eine gemeinsame Social Media Aktion entwickeln. Bitte dafür eure letzten Social Media Beiträge mitbringen bzw. den Zugriff darauf während des Workshops gewährleisten.

Michaela Lange | Bündnis gegen Rechts

(4) Hate Speech oder: "Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!"

Hate Speech im Netz ist mittlerweile ein politisches Mittel, um Akteur*innen und Zivilgesellschaft gezielt mundtot zu machen und dies sehr effizient: Viele lassen Hasskommentare und Diskriminierung unkommentiert stehen und/oder über sich ergehen. Letztendlich ziehen sie sich von den Social Media Plattformen gänzlich zurück. Es gibt staatliche Interventionen wie das neue Hate Speech-Gesetz, doch was kann dieses Gesetz bewirken? Wo endet bzw. beginnt das Recht auf Meinungsfreiheit des Anderen?

Nach einer kurzen Einführung zu den Begriffen Hate Speech und Meinungsfreiheit, wollen wir in die Diskussion über Meinungsfreiheit im Netz und über die Möglichkeiten aber auch Problematiken des neuen Hate Speech-Gesetzes in den Austausch gehen. Dabei wollen wir gemeinsam überlegen, welche Handlungsmöglichkeiten es gibt und wie der digitale Raum wieder zurückerobert werden kann.

Michael Roos | Braunschweigisches Landesmuseum

(5) Bleiberechte durch nachbarschaftliches Engagement

In dem Workshop soll als ein Teilaspekt transformativer Stadtteilarbeit untersucht werden, welche Handlungsoptionen und Grenzen im Rahmen des nachbarschaftlichen Engagements bestehen, um Personen mit prekären Aufenthaltsstatus einen Weg ins Bleiberecht zu ermöglichen. Dabei wird einleitend die Situation von Menschen mit prekären Aufenthaltsstatus näher beleuchtet, anschließend aufenthaltsrechtliche Alternativen betrachtet und zuletzt die Verknüpfung im Rahmen des nachbarschaftlichen Engagements diskutiert. Durch den Workshop soll deutlich werden, wie damit ein Aspekt von eine „Stadt für Alle“ realisiert werden kann.

Marco Frank | REFUGIUM Flüchtlingshilfe e.V.

Anmeldeverfahren

Bitte melden Sie sich bis spätestens 20. März 2022 per E-Mail unter diversecitybraunschweigde an.

Die Workshop-Teilnahme ist für ein Thema vorgesehen. Geben Sie bitte zwei Workshops (Erst- und Zweitwunsch) an. Da die Plätze in den Workshops begrenzt sind, erfolgt die Zuteilung zum Workshop in der Reihenfolge der Anmeldungen.

Sie erhalten zeitnah vor der Veranstaltung einen Zoom-Link mit Zugangsdaten sowie Ihre Workshop-Zuteilung.