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Ursprünge

© Bild HP B. AumannKauf des Grundstücks gg.

Harm Reinike hatte eine Tochter. Diese heiratete 1807 (19.11.) Johann Ludwig Bortfeld aus Stiddien, der ihr Onkel mütter1icherseits war nnd deshalb den Consens des Consistorii zu der Heirat nötig hatte. Schon im Frühjahr 1808 starb er, 36 ½ Jahr alt, an den Frieseln.

Die Witwe, der am 17.11.1808 ein Sohn geboren war (Johann Heinrich Ludwig), heiratete am 15.11.1810 Johann Diedrich Brandes vom Hofe No.25. Er hatte einen Beinschaden und hinkte. Sein Stiefsohn, der eigentliche Hoferbe, war in Westerlinde bei Verwandten und starb kurz vor seiner Großjährigkeit. Diese Ehe wurde durch Erkenntnis des Fürstl. Landgerichtes im September 1814 geschieden.

Danach heiratete er eine Denecke aus Lamme, mit der er 2 Kinder zeugte. Einen Sohn, der 1850 30-jährig starb und eine Tochter, die sich den Mann aus Adersheim holte einen Bohnhorst, der eine temperamentvolle Natur war, aber den Hang zum Geiz hatte and ungern etwas anwandte. Hier starb von den 5 Kindern aus dieser Ehe wieder der Sohn.

Die älteste der beiden Töchter wurde später die Frau ihres Vetters Werner Käseberg aus Wendeburg, dessen Mutter auch eine geboren Bohnhorst aus Adersheim war. Er verpachtete seinen Hof in Wendeburg und kam nach Timmerlah. Dieser verpachtete Besitz war in der Folge für Käseberg eine gute, wenn nicht reiche Geldquelle, da er bei dem in jener Gegend zunehmenden Spargelbau hohe Pachten einbrachte. Später ist er verkauft. Frau Käseberg ,die eine prächtige Frau war, starb nach kaum 7-jähriger Ehe an der Schwindsucht.

Die Tochter, ein stattliches Mädchen wurde von derselben Krankheit wie Ihre Mutter befallen und starb trotz Aufenthaltes in Italien und trotz liebevoller Pflege zwanzigjährig. (…) 

Der alte Käseberg trug sich städtisch und stach wie so mancher Landwirt vor der Stadt von den Bauern ab. Das aber muss ihm auch der Neid lassen: seine Wirtschaft war mustergültig, unübertroffen war er in der Unkrautbekämpfung, wie wohl es damals noch keine Hederíchspritze und Kalkstickstoff gab.

Während seiner Zeit bildeten sich über die Jagd und ihre Nutzung Gegensätze und zuletzt Parteien unter den Bauern, die auf das ganze Gemeindeleben abfärbten - leider! (...)

© Bild Petra AumannGehrs 1902
© Bild K.R.Gehrs ca. 1910

Der Sohn Landwirt und Reserveoffizier fühlte sích hier nicht heimisch und trotzdem man ein schlossartiges Wohnhaus gebaut hatte, wurde der Hof plötzlich verkauft, nachdem  man in aller Stille ín Mecklenburg ein Rittergut erworben hatte.“

Ergänzend sei erwähnt, dass das Wohnhaus im Stil der Gründerzeit alias „Rübenschlößchen“ im Jahr 1902 vom Architekten Otto Eggeling gebaut wurde (der auch in Volkmarode und Stöckheim tätig war).